Champions League: Thüringer HC bei Krim-Kür fast im Quarterfinal

Champions League: Thüringer HC - Foto: Thüringer HC
Champions League: Thüringer HC – Foto: Thüringer HC

26.02.2015 – THC / SPORT4Final / Frank Zepp:

Am Sonntag (1. März 14 Uhr) startet das zweite Heimspiel des Thüringer HC in der Champions League Hauptrunde gegen RK Krim Ljubljana.

Mannschaft und Trainer hoffen auf eine voll besetzte Wiedigsburghalle und wollen den Eindruck vom verlorenen Auftakt gegen Dinamo Wolgograd (30:33) vergessen machen. Nach dem Pflichtkampf vom Mittwoch kommt nun die große Kür – der mögliche Schritt ins Viertelfinale der Champions League.

Herbert Müller war nach dem gestrigen Spiel vor der Pressekonferenz schon zum obligatorischen Krafttraining, wo auch eine der Gruppen seines Teams ihr Pensum absolvierte. Uns fehlt noch die Lockerheit, die uns eigentlich auszeichnete, umschreibt er eins der Probleme seiner Mannschaft. Auch wenn nur 50 Prozent seiner Frauen richtig gesund in die Partie gegen Bad Wildungen gehen konnten, war er mit dem „Kampfspiel“ doch zufrieden. Mit 22 Gegentreffern wurde auch das erklärte Abwehrziel noch erreicht, auch wenn das den Coach vor allem zu Beginn einiges an Stimmkraft gekostet hatte.

Müller bezeichnet das bevorstehende Spiel als „große Kür“ und stellt klar, dass es, um im Rhythmus zu bleiben, auch am Donnerstag das Training in Gruppen auf dem Plan bleibt. Kraft, Auslaufen sind die Schwerpunkte, bevor ab morgen der Fokus klar auf den Gegner gerichtet ist, der mit einer Niederlage seine Chance auf ein Erreichen des Viertelfinales begraben muss. Genau das macht die Aufgabe aber auch hochbrisant. „Kein Team will freiwillig aus der Hauptrunde ausscheiden und Krim wird seine ‚letzte Karte‘ spielen“, benennt Herbert Müller die Situation. Wie die genau aussehen wird, bleibt wohl gut gehütetes Geheimnis der Sloweninnen. Der THC-Coach glaubt aber sicher, dass Ljubljana versuchen wird, das Tempo aus dem Spiel zu nehmen. Sicher wird es auch Formen der Offensivabwehr geben, die der Thüringer HC ja schon im Hinspiel erst nach 40 Minuten überwinden konnte. Die Stärken von Allison Pineau und Alja Koren sind dem THC-Team gut bekannt. Zumindest Pineau konnte dabei im Hinspiel recht gut „entschärft“ werden. Auch die geballte Erfahrung von Torhüterin Stefanisin, die gut mit Wurfbildern arbeitet, sollte beachtet werden, ohne dass es zu Wurfängsten kommen sollte. Was die Frauen um die Kapitäninnen Kerstin Wohlbold und Danick Snelder können, wissen diese recht gut und haben auch rechtzeitig wieder zu ihrem Rhythmus und mentaler Stärke gefunden.

Wichtig wird es sicher sein, ob die angeschlagenen Spielerinnen bis zum Wochenende wieder voll belastbar sein werden. Die Zuschauer können sich auf eine spannende Partie freuen, denn für den Thüringer HC steht auch sehr viel auf dem Spiel. Mit einem Sieg „steht die Tür zum Viertelfinale der Champions League nicht nur offen, sondern man steht schon richtig drin“.

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