HC Leipzig empfängt Metz zum „kleinen Finale“ um Platz 3

08.11.2013 – SPORT4Final:

„Aller guten Dinge sind drei – Sieg gegen Metz im Champions-League-Rückspiel sichert Teilnahme im Achtelfinale des „Cup Winners Cup“ im nächsten Jahr

Youngsterin Michelle Urbicht (19): „Für ein Tor gibt eine junge Spielerin alles.“

Michelle Urbicht - Foto: Sebastian Brauner
Michelle Urbicht beim Torwurf
Foto: Sebastian Brauner

 

In der Vorrundengruppe C der Handball-Champions-League der Frauen scheint die Konstellation vor dem Rückspiel des HC Leipzig gegen Metz Handball (Hinspiel 23:22 für Leipzig) völlig klar: Theoretisch können beide Teams noch auf Platz zwei und das Erreichen der Hauptrunde hoffen, praktisch geht es am Sonntag in der Arena Leipzig um Platz drei, der gleichbedeutend mit dem weiteren europäischen Verbleib im nächsten Jahr im „Cup Winners Cup“ wäre. Gewinnt der HC Leipzig oder Metz mit zwei Toren, ist der Sieger uneinholbarer Dritter der Gruppe. Beim Remis ist die Entscheidung auf den letzten Spieltag, Leipzig in Ljubljana und Metz zu Hause gegen Sävehof, vertagt. In diesem „Remis-Fall“ und bei Punktgleichheit beider Mannschaften nach der Vorrunde wäre Leipzig auf Grund des gewonnenen direkten Vergleiches gegen Metz Gruppendritter.    

                                                           Tordiff.         Punkte

 

1. RK Krim Ljubljana                    + 17                   6                    

2. IK Sävehof                                    +   7                   6   

3. Metz Handball                            –   8                    2   

4. HC Leipzig                                    – 16                    2

 

„Tatort“ Metz, 5. Oktober 2013, kurz nach 16 Uhr:

Die 18-fache Junioren-Nationalspielerin Michelle Urbicht erlebt in der Champions League ihre „Feuertaufe“ auf Linksaußen in der  Startformation des HC Leipzig. „Für ein Tor gibt eine junge Spielerin alles“ erzählte die Youngsterin im Pressegespräch. In Spielminute 12, genauer nach 11:17 Minuten, erzielte sie in „zweiter Welle“ die 6:3-Führung ihrer Mannschaft. Dabei stand Michelle „mit Gänsehaut neben Isa Rösike“ beim Ertönen der Champions-League-Hymne, die sie zuvor noch nicht gehört hatte. Was für ein Erlebnis für eine junge, selbstbewusste und spielintelligente Hoffnung des deutschen Handballs, die am liebsten auf der Spielmacherposition agiert. Ihr liebster Wurf: Der Hüftwurf, welcher ja bekanntlich nicht zu den leichtesten „Torwurfübungen“ zählt.

Die unbekümmert auftretende HCL-Spielerin und ihre jungen Mitstreiterinnen fühlen sich wohl im Leipziger Team, was ja der letzte überzeugende Bundesliga-Sieg gegen Metzingen wohltuend dokumentierte. Man sei im Team, weil den Jungen vertraut werde und nicht, weil wir nur gebraucht werden, so Urbicht. Mit diesem Teamgedanken scheint gegen Metz trotz der weiterhin prekären Verletzungssituation auch ein Sieg möglich, ging dem Berichterstatter durch den Kopf. Warum eigentlich nicht, denn bei hoffentlich großer Fan-Unterstützung wie beim Spiel gegen den deutschen Meister (4.300 Zuschauer) scheint das „Unmögliche“ nicht unmöglich! Und Michelle Urbicht wird sich wieder über eigene Tore freuen, wie „damals“ in Frankreich. Vielleicht ja sogar von Rückraum Mitte …

Noch ein „Michelle-Satz“ blieb beim Reporter hängen: „Dabei sein wäre Wahnsinn.“ Gemeint ist die Handball-Weltmeisterschaft in 4 Jahren in Deutschland. Michelle wird ihren Weg gehen …

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