Handball-WM 2013 Serbien: Susann Müller „Wer viel will der bekommt auch viel, ist meine Devise.“

08.12.2013 – SPORT4Final:

Handball-WM 2013 Serbien:

Die Handball-WM 2013 in Serbien begann am Samstag für die deutsche Frauen-Nationalmannschaft mit einem 36:15-Erfolg gegen Australien. Am Montag geht es bereits für unsere Handballerinnen weiter gegen Tschechien. Diese Begegnung kann schon bei einem deutschen Sieg vorentscheidenden Charakter für den Einzug ins WM-Achtelfinale haben.  Tschechien verlor am ersten Spieltag gegen WM-Mitfavorit Ungarn unerwartet hoch mit 35:27 Toren.

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp bekam seitens des DHB die Gelegenheit, mit der Weltklasse verkörpernden Führungsspielerin in der deutschen Mannschaft, Susann Müller, über das erste Spiel und den Ausblick auf Tschechien sowie die Weltmeisterschaft zu sprechen.

Bei der Handball-WM 2013 Serbien dabei: Susann Müller - Foto: DHB/Sascha Klahn
Bei der Handball-WM 2013 Serbien dabei: Susann Müller – Foto: DHB/Sascha Klahn
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Susann Müller, Glückwunsch zum ersten Sieg bei der Handball-WM 2013 Serbien. Sind Sie mit dem Ergebnis und dem Spiel der Mannschaft gegen Australien zufrieden?

„Ich denke, es war ein typisches Eröffnungsspiel. Wir waren alle teilweise sehr nervös. Das hat man auch am Anfang gesehen. Wir haben ein bisschen gebraucht, bis wir reingekommen sind. Aber am Ende haben wir uns auch in der Abwehr gesteigert und auch im Angriff Tempo reinbekommen. Und es wurde besser und besser. Zufrieden kann man nicht sein, aber für ein Eröffnungsspiel war das in Ordnung.“

Haben Sie sich in der ersten Halbzeit beim Umknicken eine Verletzung zugezogen?

„Ja, aber Verletzung würde ich nicht sagen. Ich habe Probleme mit meiner Zehe. Ich bin hängengeblieben mit meinem Schuh und ein bisschen mit dem Knie. Aber sonst ist nichts weiter.“

Wir stark schätzen Sie den nächsten Gegner Tschechien ein?

„Ich denke, Tschechien ist so ein bisschen eine unbekannte Größe. Ich habe selber gegen Tschechien noch nicht gespielt, aber ich glaube unsere Mädels schon. Es ist ein sehr wichtiges Spiel für uns. Ich glaube, wir müssen 120 Prozent bereit sein und sollten sie nicht unterschätzen. Sie spielen auch einen guten Handball. Ungarn hatte auch in der ersten Halbzeit Probleme mit denen. Tja, wenn wir unser Spiel spielen und so spielen, wie wir können, denke ich, sollte es keine Probleme bereiten. Aber wir müssen eben einhundert Prozent bereit sein.“

Nach der Verletzung von Kerstin Wohlbold – sind da im Turnierverlauf Ihre spielgestaltenden Fähigkeiten im Rückraum, vielleicht sogar auf der Mitte, noch mehr gefragt?

Susann Müller: „Ja, mit Kerstins Verletzung verändert sich mein Spiel natürlich auch. Es hat einfach super geklappt mit mir und ihr. Ich muss eben jetzt ein bisschen mehr eingreifen. Ich habe halt die Erfahrung und da möchte ich Kim und den anderen Playmakern auch gerne helfen dabei. Ich denke, ich füge mich ein und dann werden wir sehen, was kommt.“

Bei Ihrer allerersten Weltmeisterschaft 2007 standen Sie als 19-Jährige auf dem Treppchen. Wie beurteilen Sie in diesem Jahr die Chancen auf eine gute Platzierung?

Susann Müller: „Ja also, wer viel will der bekommt auch viel, ist meine Devise. Nach der Verletzung mit Kerstin hat sich einiges verändert in unserem Spiel, denke ich. Wir hatten uns so darauf vorbereitet und müssen uns jetzt erst mal mit der neuen Mannschaft einspielen. Ich denke trotzdem, es sind viele Mädels dabei, mit denen ich 2008 die Weltmeisterschaft der Juniorinnen gewonnen habe. Und ich glaube, den Traum können wir uns einfach wieder erfüllen. Vielleicht klappt es sogar mit einer Medaille.“   

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