Handball-WM 2015: Deutschland scheitert mental und mit schwächstem Turnier-Match an Katar

Handball-WM 2015 Katar: Hinten von links: Teamkoordinator Volker Schurr, Michael Kraus, Tim Kneule, Steffen Weinhold, Bundestrainer Dagur Sigurdsson, Martin Strobel, Patrick Wiencek, Michael Müller, Teammanager Oliver Roggisch. - Mitte: Torwarttrainer Henning Fritz, Co-Trainer Axel Kromer, Paul Drux, Stefan Kneer, Fabian Böhm, Hendrik Pekeler, Jens Schöngarth, Erik Schmidt, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Co-Trainer Alexander Haase. - Vorn: Physiotherapeut Peter Gräschus, Johannes Sellin, Patrick Groetzki, Silvio Heinevetter, Carsten Lichtlein, Andreas Wolff, Uwe Gensheimer, Matthias Musche, Physiotherapeut Dennis Finke. - Foto: Thomas Niedermüller/DHB
Handball-WM 2015 Katar: Hinten von links: Teamkoordinator Volker Schurr, Michael Kraus, Tim Kneule, Steffen Weinhold, Bundestrainer Dagur Sigurdsson, Martin Strobel, Patrick Wiencek, Michael Müller, Teammanager Oliver Roggisch. – Mitte: Torwarttrainer Henning Fritz, Co-Trainer Axel Kromer, Paul Drux, Stefan Kneer, Fabian Böhm, Hendrik Pekeler, Jens Schöngarth, Erik Schmidt, Mannschaftsarzt Prof. Dr. Kurt Steuer, Co-Trainer Alexander Haase. – Vorn: Physiotherapeut Peter Gräschus, Johannes Sellin, Patrick Groetzki, Silvio Heinevetter, Carsten Lichtlein, Andreas Wolff, Uwe Gensheimer, Matthias Musche, Physiotherapeut Dennis Finke. – Foto: Thomas Niedermüller/DHB

28.01.2015 – SPORT4Final:

Handball-WM 2015 Quarterfinal:

Deutschland scheitert nach großem Kampf im Viertelfinale an Gastgeber Katar und lässt Riesenchance sowie Medaillenträume nach der schwächsten Abwehr- und Turnierleistung liegen

Deutschlands unstrukturierte Angriffsleistung (fehlende Bewegung, Durchschlagskraft, Regiequalitäten) war ebenfalls in der ersten Hälfte für ein Viertelfinale nicht ausreichend

„Bürde“ der Favoritenrolle zeigte sich deutsches Team mental nicht gewachsen, wenn man den Verlauf der ersten Spielhälfte betrachtet

Katars Keeper Daniel Saric hält in den letzten 96 Sekunden die beiden entscheidenden Bälle gegen Patrick Groetzki, bei dem sich das „Viertelfinal-Spanien-Trauma“ von 2013 wiederholt

Die diskussionswürdige Schiedsrichterleistung war nicht ausschlaggebender Faktor für das deutsche Scheitern gegen Katar.

Deutschland hat sich bei dieser Weltmeisterschaft wieder zurück in die „Handballer-Herzen“ sowie die erweiterte Weltspitze gekämpft – nicht absolute Weltspitze werter Bob Hanning (Spitzenleistung auf konstanter Basis über längeren Zeitraum impliziert dies)

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Katar zieht als europäisch spielendes „Überraschungsteam“ mit dem spanischen Weltmeister-Trainer von 2013, Valero Rivera, ins Semifinale der Handball-WM ein

Deutschland kämpft weiter um das Ticket für das Olympia-Qualifikationsturnier

Unbedingt erwähnenswert: 

Der wiederum „perfekte“ weltmeisterliche Kommentar von Henning Fritz.

Da kann man dem 2007er-Weltmeister Hennig Fritz zu seinem Ex-Torhüter-Kollegen Daniel Saric nur recht geben (Sky-Kommentar): „Man muss nicht viele Bälle halten, aber die entscheidenden.“ „Matchwinner“ Daniel Saric tat dies in den letzten 96 Sekunden zweimal gegen den frei zum Wurf kommenden Patrick Groetzki. Damit entschied sich  die Partie auf ähnliche Weise wie das Viertelfinale der Handball-WM von Spanien 2013 gegen den späteren Weltmeister.

Auch DHB-Präsident Bernhard Bauer musste mit Enttäuschung feststellen (Sky): „Wir haben eine relativ schlechte erste Halbzeit gespielt.“ Dem ist nicht viel hinzu zufügen: Es war die schlechteste Halbzeit in diesem Handball-WM-Turnier und das schwächste Turnierspiel des deutschen Teams. Traurig stimmt, dass sich die deutsche Mannschaft gerade im Viertelfinale der Handball-WM ungewollt diesen „Durchhänger“ nahm.

Bekam Deutschland in der ersten Hälfte im zentralen Deckungsverbund den katarischen Kreisläufer Borja Vidal (4 Tore) nie in den Griff, so ging es dem Team in der zweiten Halbzeit mit den beiden Rückraumhalben Rafael Capote (8 Tore) und Zarko Markovic (6 Tore). Aber Deutschland kämpfte und spielte nach der Pause besser und erzielte zweimal den Anschlusstreffer. Zu mehr reichte es nicht, weil es auch dem deutschen Rückraum an diesem Tag an Durchschlagskraft und Regiequalitäten fehlte.

Deutschland hatte auch nicht den Carsten Lichtlein aus dem Ägypten-Match zwischen den Pfosten. Den hatte der Gastgeber mit Daniel Saric, der in den Crunch-Time mit zwei Paraden gegen Patrick Groetzki sein Überraschungsteam auf Siegkurs Semifinale hielt.

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Deutschland gegen Katar in Favoritenrolle?

Carsten Lichtlein und das „Abwehrbollwerk“

Deutschland mit Carsten Lichtlein kompakt ins WM-Viertelfinale

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Handball-WM-Statistik:

„Matchplayer“: Daniel Saric (Katar – 12 Bälle)                   

Wurfeffizienz:           54:55 %

Torhüter:                  32:31 % (14:15 Bälle)

Technische Fehler:  11:11

Strafzeiten:               2:3

„Spielfilm“:

3:3 (9.); 11:6 (18.); 16:9 (26.); 18:14 (HZ)

20:15 (33.); 20:19 (39.); 24:23 (48.); 25:23 (53.); 26:23 (56.); 26:24 (56.); 26:24 (EST)

Katar vs. Deutschland  26:24 (18:14) vor 14.000 Zuschauern in der Lusail Multipurpose Hall von Doha

Katar: Saric (12 Bälle), Stojanovic (2 gehaltene Siebenmeter von Gensheimer); Markovic 6/2, Marbouk 1, Roine 1, Capote 8, Al-Karbi, Memisevic 3, Vidal 4, Damjanovic, Mallash, Benali 3, Mahadi, Hamdoon, Hassab, Zakkar

Deutschland: Lichtlein (2 Bälle), Heinevetter (13 Bälle incl. 1 Siebenmeter); Kneer, Gensheimer 5/1, Sellin, Wiencek 3, Pekeler 2, Groetzki 4, Weinhold 3, Strobel 3, Schmidt, Kraus 1, Müller, Schöngarth, Musche, Drux 3

Schiedsrichter: Nachevsi/Nikolov (Mazedonien)

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