HC Leipzig bei „Schlüsselspiel-Niederlage“ gegen Buxtehuder SV spielerisch desaströs

HC Leipzig bei „Schlüsselspiel-Niederlage“ gegen Buxtehuder SV spielerisch desaströs und kämpferisch halbherzig - Foto: SPORT4Final
HC Leipzig bei „Schlüsselspiel-Niederlage“ gegen Buxtehuder SV spielerisch desaströs und kämpferisch halbherzig – Foto: SPORT4Final

27.01.2015 – SPORT4Final:

HC Leipzig verabschiedet sich „zwischenzeitlich“ aus dem Kampf um die deutsche Meisterschaft mit 5 bzw. 6 Minuspunkten Rückstand zum Buxtehuder SV sowie Thüringer HC.

  • „Schlüsselspiel“ war kein Spitzenspiel sondern auf sehr durchschnittlichem Niveau.

  • „Buxte“, derzeit noch verletzungsgebeutelter (11 Spielerinnen) als Leipzig, wirkte spiel- und passsicherer sowie abgezockter im Spielaufbau mit weniger Fehlern.

  • Berg- und Talfahrt des HC Leipzig vor (drei Niederlagen in Folge) sowie nach der Handball-EM-Pause (Heim-Pokal-Aus gegen Oldenburg, Punktverlust gegen Thüringer HC, Niederlage gegen Buxtehude) geht vor den schweren Champions-League-Matches gegen Vardar Skopje, Buducnost Podgorica und Thüringer HC weiter.  

  • Langes Festhalten der Trainer des HC Leipzig an der offensiven Deckung ist kritisch anzumerken.

  • Primär die Art und Weise der Leipziger Niederlage war der bitterste Beigeschmack des Abends: Spielerisch desaströs in Angriff und teilweise auch in der Abwehr fast über die ganze Spielzeit und sich kämpferisch halbherzig gegen die sich Mitte der zweiten Hälfte abzeichnende Heim-Niederlage präsentierend.

  • „Diskussionen“ einiger Leipziger Spielerinnen mit den Schiedsrichtern, die sich der Spielqualität anpassten, gehörten ebenfalls zum schwachen Nervenkostüm wie die Körpersprache in der zweiten Spielhälfte auf dem Spielfeld und der emotionslosen Leipziger Bank dazu – selbst beim „leisen“ Hoffnungsschimmer von 17:20 (51.).

  • Buxtehude danach in Überzahl mit zwei Toren (Marcella Deen – insgesamt 7 Tore), Jessica Oldenburg zum 17:23 (54.) machte den Buxtehuder Sieg klar.

  • Erfolgreichste Leipziger Torschützin war Karolina Kudlacz mit 11 Treffern – gemeinsam mit Torfrau Katja Schülke peripher in „Normalform“.

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HC Leipzig vs. Buxtehuder SV 20:24 (10:13) vor 1.900 Zuschauern 

„Spielfilm“:

3:3 (8.); 5:9 (20.); 10:12 (29.); 10:13 (HZ.)

11:15 (36.); 11:17 (41.); 12:19 (47.); 16:19 (50.); 17:23 (54.); 20:24 (EST.) 

Statistik:

Torhüter – gehaltene Bälle:            15:16

Gegenstoß-Tore:                            3:4

Fehlwürfe:                                      9:4

Technische Fehler/Offensivfouls:   16:9     

Stimmen zum Spiel:

Dirk Leun (Trainer Buxtehuder SV):

„Es ist im Handball so: Wenn Leipzig von hinten nichts trifft und wir sehr gut geblockt haben und auch eine gute Torhüterin mit Antje Lenz hatten, dann hat man gemerkt, dass Leipzig auch die ‚Traute‘ gefehlt hat. Es war trotz einer für mich unzufriedenen Angriffsleistung unsererseits, weil wir uns ohne Ball schlecht bewegt haben, so, dass es gereicht hat, hier zu gewinnen. Die stabile Abwehr ist bei uns im Moment der ausschlaggebende Punkt.“

Stefanie Melbeck (Buxtehuder SV):

„In Leipzig nach 100 Jahren zu gewinnen, ist überhaupt schön. Es war kein schönes Spiel, aber kampfbetont. Über eine gute Abwehr haben wir heute Leipzig geschlagen. Es war unheimlich schön.“

Saskia Lang (HC Leipzig):

„Wir müssen vor allem analysieren, warum wir es im Spitzenspiel nicht geschafft haben, emotional und vollends im Kopf bereit zu sein. So was dürfen wir den eigenen Fans nicht präsentieren – das geht gar nicht. Wir dürfen zu Hause so nicht auftreten. Emotional ist bei uns nichts rüber gesprungen. Das dürfen wir uns in der Champions League nicht leisten, sonst sieht es ziemlich bitter aus.“

Kay-Sven Hähner (Manager HC Leipzig):

„Wir haben nicht gut gespielt und verdient verloren. Wir dachten schon, wir sind weiter, aber das war schon ein ganz schöner Rückfall.“

Max Berthold (Co-Trainer HC Leipzig):

„Wir haben ganz viele Fehler im Angriff gemacht, technische Fehler und der Abschluss waren schlecht. Wir sind mit ihrer defensiven Abwehr auch nicht gut klar gekommen.“

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