SC DHfK Leipzig verliert bei der SG BBM Bietigheim 24:26

24.11.2013 – PM:

Die grünweißen Handballer hatten Großes vor. Sie wollten den dritten Auswärtssieg landen und starteten auch äußerst konzentriert ins Spiel. Nach wenigen Augenblicken stand es 1:4. Doch dann misslangen den Sachsen einige Abspiele, blieben einige Chancen ungenutzt. Gleichzeitig konnten die Gastgeber die eigene Abwehr festigen und Torwart Milos Kulhanek seinen Kasten vernageln. Prompt zogen die Schwaben, sie waren als Tabellendritter als Favorit in die Begegnung gegangen, davon. Sie lagen 9:7, 13:8, 19:12 vorn.

Pavel Prokopec - SC DHfK Leipzig - Foto: Rainer Justen
Pavel Prokopec – SC DHfK Leipzig
Foto: Rainer Justen

Immer, wenn Alen Milosevic und Pavel Prokopec die Sachsen auf Schlagweite herangebracht hatten, zogen die Schwaben wieder an. Auf der Bank der Sachsen machte sich Verzweiflung breit. Trainer Christian Prokop hatte schnell alle Auszeiten genommen und etliche Wechsel befohlen. Aber auch diese taktischen Mittel halfen nichts. Sowohl René Boese und Lucas Krzikalla auf der rechten als auch Lukas Binder und Uli Streitenberger auf der linken Seite erzielten im ganzen Match (zusammen) ein einziges Tor. Prompt hatten es die Aufbauspieler doppelt schwer.

Die SG BBM Bietigheim schien einem sicheren Sieg entgegen zu gehen, bis die Zuschauer in der Sporthalle am Viadukt nochmals ins Schwitzen gerieten. In den letzten sechs Minuten holten die körperkulturellen Männer mit einem Schlussspurt noch einmal ein paar Treffer auf. Sie brachten auch Philipp Seitle als siebenten Feldspieler für Torwart Henrik Ruud Tovas auf die Platte, doch dieser Kraftakt kam leider zu spät. Schließlich siegten die Gastgeber nach einer überzeugenden Leistung mit 26:24 (14:9) Toren.

Trainerstimmen:

Christian Prokop (SC DHfK Leipzig): „Glückwunsch an Bietigheim zum verdienten Sieg, das muss man anerkennen. Warum hat’s unsererseits nicht gereicht? Wir waren im Angriff nicht konstant, in den Zweikämpfen nicht konsequent genug. Wir sind – nach einem ordentlichen Start – in Hektik verfallen und haben der beweglichen Deckung des Gegners in die Karten gespielt. Dazu kamen technische Fehler und Fehlwürfe. Ja, wir haben gekämpft und deswegen bis zum Schluss die Chance auf einen Punkt. Das war okay. Ansonsten konnten wir unser Leistungsvermögen nicht abrufen.“

Hartmut Mayerhoffer (SG BBM Bietigheim): „Wir haben in den ersten 15 Minuten gesehen, wozu Leipzig fähig ist, doch dann ist unsere Abwehr viel besser zurecht gekommen. Wir haben 50 Minuten ein überragendes Spiel gemacht. Dann mussten wir einen Moment zittern. Aber alles in allem ein großes Kompliment an meine Mannschaft zu diesem tollen Spiel!“

SG BBM Bietigheim – SC DHfK Leipzig 26:24 (14:9)

Stationen: 1:4, 6:5, 8:6, 11:8, 14:9, 16:12, 19:12, 20:17, 24:17, 26:20, 26:24

Bietigheim: Kulhanek, Welz; Haller 2, Patrick Rentschler 1, Timo Salzer 6, Heuberger 1, Schäfer 3/3, Coors, Blodig 2, Heling, Lindt 5, Thorsten Salzer, Marco Rentschler 3, Lohrbach 3/1

Leipzig: Tovas, Pulay; Emanuel 2, Streitenberger 1, Krzikalla, Oehlrich, Binder, Jonsson 3, Gerlich 2, Boese, Weber 3, Seitle, Prokopec 7/5, Milosevic 6 

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