Győri Audi ETO KC: Präsident Ernö Kelecsényi „Einigung mit Ambros Martin war wichtigstes Ziel“

09.01.2015 – PM Györ:

Győri Audi ETO KC: Präsident Ernö Kelecsényi im Interview

Győri Audi ETO KC mit 2 Verstärkungen – Ambros Martin verlängert - Ambros Martin (li.) und Ernö Kelecsényi - Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)
Győri Audi ETO KC: Präsident Ernö Kelecsényi im Interview „Einigung mit Ambros Martin war wichtigstes Ziel“ – Ambros Martin (li.) und Ernö Kelecsényi – Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)

Es gab glattere Spielzeiten für ETO als die aktuelle…

„In der Tat, ich bin mir sicher, ich glaube, wir erleben eine Saison mit einer Reihe von Schwierigkeiten. Ich kann mich nicht erinnern, wie oft und wann wir diese Krisensituation hatten.“

Als Geschäftsmann kennen Sie solche Situationen. Kann man sich im Voraus darauf vorzubereiten?

„In dieser Saison haben wir uns, wie alle Jahre zuvor, vorbereitet: Mit einer Rahmenkonstruktion in der Planung. Wir setzten uns Ziele und alle Prioritäten und legten in der Mannschaft alle Positionen fest. Das ist diese Seite. Zu diesem Zeitpunkt der Vorbereitung war es nicht möglich gewesen, angemessenen auf die Anzahl der Spielerinnen und das Team zu reagieren. Mit 1 bis 2 Verletzungen muss man üblicherweise rechnen. Aber in der meisten Zeit fallen sie 1 bis 2 Wochen und nicht Monate aus.“

Die erste Herausforderung wurde von Anita Görbicz Ankündigung ausgelöst…

„Ja, Anita hat mich im März darauf hingewiesen und ihre Pläne mitgeteilt. Es war noch relativ viel Zeit, so dass wir auch reagieren konnten und eine internationale Top-Spielerin, Macarena Aguilar, als Lösung für die Zukunft gefunden haben. Sie ging in die Vorbereitung im Sommer zusammen mit der Mannschaft und wir setzen große Hoffnungen in Macarena.“

Die weiteren Ausfälle, die folgten, waren die schwierigsten Aufgaben?

„Mit fortschreitender Zeit wurde es immer schwieriger zu behandeln, weil die Ereignisse nacheinander stattfanden. Auf die Schwangerschaft von Katrine Lunde haben wir, meiner Meinung nach, schnell reagiert mit der brillanten Jelena Grubisic innerhalb von zwei Tagen. Dies war offensichtlich der ungünstigen Situation in Ljubljana geschuldet, wenn man bedenkt, dass sich auf internationaler Ebene die Spielerinnen bereits im Frühjahr für bestimmte Vereine entscheiden. Wir dachten, somit bleiben wir unter schwierigen Umständen aber in den ursprünglichen Zielen. Danach kam die Knieverletzung von Adrienn Orban gegen Sävehof. Zum ersten schien es nicht so ernst, vielleicht nur ein paar Wochen. Nach ein paar Tagen erwies sich, dass bei Adrienn eine Operation notwendig ist und damit die Saison nicht mehr fortgesetzt werden kann. Bei Susann Müller verschlimmerte sich die Verletzung, sie konnte auf der rechten Seite nicht helfen und dann auch nicht in der Champions League spielen. Jetzt war es klar, dass wir jemanden rechts brauchen und unser Fokus lag auf Jana Knedliková. Ich denke, dass die Qualität der professionellen Arbeit der im Vorjahr entspricht, das Team ein einzigartiges Team-Building zeigt, und die Frauen viele Reserven haben.“

Die Belastungen für die Spielerinnen sind sehr hoch und die Rückrunde hat gerade begonnen…

„Es ist eine seltsame Ironie des Schicksals bei der Verletzung von Eduarda Amorim, einer schweren Verletzung, die sich sogar ohne zu spielen verschlechterte, weil Nebenwirkungen aufgetreten sind. Ich glaube, letztes Jahr war es der Tiefpunkt für mich. Nicht die üblichen Verletzungen mit Rehabilitation im Vergleich zu der Ausfallzeit von ca. 7 bis 8 Monate. Es kann gesagt werden, dass Ersatz für sie in dieser Leistungs-Kategorie praktisch unmöglich ist. Aber wir durften im Dezember eine junge vielversprechende Spielerin und Landsfrau mit Tamires Morena (20)  verpflichten, die Teilaufgaben verständlicherweise realistisch lösen kann.“

Was ist die Lehre aus den letzten 10 Monaten für einen Präsidenten?

„Die wichtigste Lehre ist hier, so eine Reihe von Krisen zu meistern, aber die Möglichkeiten können nicht immer im Voraus bedacht werden. Es kann zu jeder Zeit auftreten, eine Vorbereitung auf diese unerwarteten Ereignisse ist nicht möglich, obwohl man so schnell wie möglich reagieren muss. Im Rückblick fühle ich jetzt, dass diese Ereignisse gut gelöst sind, aber natürlich wird sich erst am Ende der Saison erweisen, mit welchem Erfolg gelöst. Ich bin zuversichtlich, dass dieses Jahr nicht mehr so viele unerwartete Nachrichten kommen werden.“

Neben den vielen Problemen, die Sie haben, konnte der Verein Ambros Martin weitere 3 Jahre als Trainer binden. War es schwer, ihn zu überzeugen?

„Überhaupt nicht, die konkrete Verhandlung dauerte 5 Minuten, wir gaben uns die Hand. Aber natürlich haben wir uns davor jeweils gemeinsam professionell beraten und verständigt, um gemeinsame Ziele und die Lösung der Probleme voran zu bringen. Die fachliche Eignung und die Fähigkeiten von Trainer Ambros Martin, glaube ich, rechtfertigen diese Entscheidung, Ich glaube, viele Menschen würden mir zustimmen, das gerade er ein erstrangiger Trainer in der internationalen Frauen-Handball-Szene ist. Aber ebenso wichtig ist, dass wir zusammen perfekt arbeiten können, weil neben den professionellen Werten auch die menschlichen wichtig sind, die auch zum Erfolg des Vereins in den letzten Jahren beigetragen haben. Wenn es darum geht, mit potentiellen Spielerinnen in die Verhandlungen zu starten, ist die Nummer-Eins-Frage, wer der Trainer sein wird. Daher war das Wichtigste der Saison für mich, den Vertrag mit Ambros zu verlängern.

Was sind die Ziele in der neuen Periode?

„Das Erwachsenen-Team als Europas Nummer eins soll natürlich beibehalten werden.  Außerdem glaube ich, dass das Wissen und die Berufserfahrung uns nützen werden. Die Details sind mit Ambros besprochen. Ambros Martin sieht es als eine weitere große Herausforderung an. Das langfristige Ziel ist, sicher zu stellen, dass das Land ein großes Handball-Jugendzentrum bekommt, um die Basis, eine erfolgreiche Jugendarbeit, zu verbessern.“

Győri Audi ETO KC mit 2 Verstärkungen – Ambros Martin verlängert

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