Handball-WM 2013 Serbien:Deutschland im WM-Viertelfinale

15.12.2013 – SPORT4Final:

Handball-WM 2013 Serbien:

Achtelfinale: Deutschland vs. Angola  29:21 (13:10) in Novi Sad

Die Handball-WM 2013 in Serbien entwickelt sich zur Erfolgsgeschichte für die deutschen Frauen. Im Achtelfinale bezwangen unsere Handballerinnen sicher und souverän Angola mit 29:21 Toren. Wie in den vergangenen Spielen gehörte die Anfangsviertelstunde (2:5 – 8., 4:6 – 12.) dem Gegner, WM-Achter von 2011, ehe Geschke in der 14. Minute zum 6:6 ausglich und Nadgornaja mit Schlagwurf die deutsche 7:6-Führung (15.) erzielte.

Handball-WM 2013 Serbien: DHB-Frauen-Nationalmannschaft - Foto: DHB/Sascha Klahn
Handball-WM 2013 Serbien: DHB-Frauen-Nationalmannschaft – Foto: DHB/Sascha Klahn

Bei Angola erhöhte sich die technische Fehlerquote, Deutschland erzielte mindestens 10 Latten- oder Pfostentreffer im gesamten Spiel und zog nach der 13:10-Pausenführung in den zweiten 30 Minuten spielerisch souverän und dominant auf und davon (21:13 – 46.). Laura Steinbach (6 Tore/7 Versuche) wurde als „Matchplayerin“ ausgezeichnet.

Das deutsche Trainerteam hat augenscheinlich die beste „erste Sieben“ incl. der Alternativbesetzungen gefunden: Woltering im Tor, Nadgornaja, Naidzinavicius und Müller im Rückraum sowie Geschke für Augsburg, Althaus und Zapf am Kreis begannen. Bereits in Hälfte eins kamen in den Abwehr-Angriff-Wechseln Steinbach für Nadgornaja sowie Beier für Müller. Auch Loerper bekam ab Mitte der ersten Hälfte wieder das „Spielruder“ in die Hände gelegt.

Diese deutsche Ausgeglichenheit und Variabilität in den Abwehr- und Angriffshandlungen sowie die guten Wechselalternativen bei Verteilung der physischen Belastungen auf viele Schultern kann im weiteren Verlauf bei gleichbleibender spielerischer Qualität das „große Pfund“ auf dem Weg Richtung WM-Medaille werden. Ein weiterer unschätzbarer Vorteil: „Superstar“ Susann Müller kann nicht nur „Tore am Fließband“ werfen sondern ist auch in der Lage, ihre spielerischen Fähigkeiten und Qualitäten sowohl auf der Halbposition Rückraum rechts oder auf Rückraum Mitte erfolgreich einsetzen. Eine stabile Kapitänin Clara Woltering scheint noch steigerungsfähig in den kommenden Spielen zu sein.

Die deutschen Frauen bekamen das Spiel Mitte der ersten Hälfte so langsam in den Griff. Gute Spielzüge im Angriff, auch über die Kreispositionen, und eine defensivere 6:0-Abwehr sollten die Ergebnis- und Spielwende einleiten und zementieren. Angolas Fehler- und Fehlwurfquote stieg angesichts der stabilen Deckungsarbeit der deutschen Mannschaft. Auch mit vielen Sperren, gut über Außen links für Steinbach oder durch Althaus im Angriffszentrum, wurden die Freiräume für viele torgefährliche Aktionen geschaffen. Tore aus dem Gegenstoß (Geschke zum 17:11 – 33.) oder der zweiten Welle (Nadgornaja zum 19:13 – 39.) gehörten auch zum Repertoire der deutschen Frauen. Beim Tempogegenstoß durch Beier zum 25:16 nach 52 Minuten war die nunmehr einseitige Begegnung längst entschieden. Angola gab nicht auf und kämpfte bis zum Schluss um Ergebniskosmetik. Den souveränen Einzug der deutschen Handballerinnen ins WM-Viertelfinale konnten die Frauen aus Afrika nicht mehr verhindern. Deutschland war in der Wurfeffizienz mit 60:53 % besser und hatte auf der Torhüterinnenposition mit 30:6 % die klar besseren Werte. Erfolgreichste Torschützin des Spiels war Marcelina Kiala aus Angola mit 8 Toren.

Deutschland trifft im Viertelfinale der Handball-WM 2013 auf den Sieger der Begegnung Dänemark (WM-Vierter von 2011) gegen Montenegro (Europameister 2012).   

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