Mitteldeutscher Basketball Club mit sympathisch-zarter „Leipzig-Eroberung“

24.11.2013 – SPORT4Final:

Mitteldeutscher Basketball Club vs. Phantoms Braunschweig 73:71

Nach dem Fußball-Ost-Highlight am Samstag in der großen „Schüssel“ nun das zweite echte Sporthighlight des Wochenendes in der großen „Arena-Hallen-Schüssel“: Der Mitteldeutsche Basketball Club gastierte nach ca. 9 Jahren wieder zu einem Bundesligaspiel in der Messestadt. Ein Wiedereinstig nach Maß, mit Augenmaß, wirtschaftlichem Hintergrund für Sponsoren und allerbeste Werbung für diese Sportart in der sächsischen Metropole. Noch dazu in einem äußerst spannenden, die 3.300 Zuschauer begeisternden 73:71-Sieg-Match gegen die weit besser platzierten Braunschweiger Phantoms. Dem Mitteldeutschen Basketball Club gelang dabei die „Leipzig-Eroberung“ in sympathisch-zarter Art und Weise.

Mitteldeutscher Basketball Club vs. Phantoms Braunschweig 73:71 am 24.11.2013 in der Arena Leipzig - Foto: SPORT4Final
Mitteldeutscher Basketball Club vs. Phantoms Braunschweig 73:71 am 24.11.2013 in der Arena Leipzig – Foto: SPORT4Final

Für den Live-Reporter folgte nach dem Fuchsbau-Debüt im Frühjahr in der Berliner Max-Schmeling-Halle (Füchse Berlin in der Handball-Champions-League) das Leipziger „Wolfsbau-Debüt“ mit dem Club aus Weißenfels. Beiden Top-Events war pikanterweise gemeinsam: Die Pressetribüne „lag“ in sehr gefährlicher Spielfeldnähe – an der Seitenlinie oder wie in Leipzig direkt hinter dem Korb. Da konnte einem anfänglich schon Himmel Angst werden …

"Presse-Tribünen-Blick" - Mitteldeutscher Basketball Club vs. Phantoms Braunschweig 73:71 am 24.11.2013 in der Arena Leipzig - Foto: SPORT4Final
„Presse-Tribünen-Blick“ – Mitteldeutscher Basketball Club vs. Phantoms Braunschweig 73:71 am 24.11.2013 in der Arena Leipzig – Foto: SPORT4Final

Diesen „Presseschock“ allmählich überwindend, staunte der „Basketball-Neuling“ über die MBC-Wölfe.

 

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Diese gingen trotz fehlerbehaftetem aber dominanten Spiels mit 41:29 in die Halbzeitpause. Lange mussten die Fans in beiden Vierteln warten (100 und 126 Sekunden), ehe sie sich jeweils nach dem ersten Punkt zu Viertelbeginn „setzen durften“. „Die Mannschaft habe heute Charakter gezeigt“ und es „war nicht leicht aufzustehen“, so ein sachlicher Wölfe-Coach Poropat in der Pressekonferenz. Gemeint war rückblickend die desaströse 51:81-Niederlage vergangenen Mittwoch in Ludwigsburg mit dem 0:17-Fehlstart zu Spielbeginn, der die Auswärtsniederlage einläutete.       

Aber Braunschweig war in der 28. Minute beim 49:49-Gleichstand nach spielerischer und kämpferischer Steigerung wieder dran. In der 35. Minute sogar die Gäste mit 59:64 in Führung liegend, ließ der Gastgeber im „Leipziger Wolfsbau“ nicht nach und fightete zurück. Dann 18 Sekunden vor Schluss die 73:71-Führung durch zwei Freiwürfe, aber Auszeit durch Braunschweigs Coach Korner. Sein Team riskierte in der verbleibenden Zeit keinen „Dreier-Versuch“, sondern wollte erst mal „nur“ in die Verlängerung. Der erfolgreichste Gäste-Spieler Swann (19 Punkte, nur Parker vom MBC war mit 20 Punkten besser) zeigte sich zu „ballverliebt“, wartete zu lange mit Pass und Korbwurf. Der Mitteldeutsche Basketball Club gewann glücklich, dank der ersten Halbzeit auch verdient. Der dritte Bundesliga-Sieg war in trockenen Tüchern. Fans und Mannschaft überglücklich. Liga-Magnet Bayern München kann am 25. Januar 2014 (Bilanz bisher 0:2 für Bayern) in die „Arena-Wolfsbau-Hölle“ kommen. Zur zweiten „Leipzig-Eroberung“ mit Sieghoffnung (?) für die Wölfe aus Weißenfels. Ob die Pressetribüne dann auch wieder so „gefährlich“ platziert ist …  

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