Hansa-Trainer Andreas Bergmann: „Ich gucke noch nicht auf den Tabellenplatz. Sondern eher darauf, wie sich die Mannschaft entwickelt.“

SPORT4Final-Interview mit Andreas Bergmann (Cheftrainer F.C. Hansa Rostock)

Andreas Bergmann (links) im Gespräch mit Regensburgs Trainer Thomas Stratos – Foto: SPORT4Final
Andreas Bergmann (links) im Gespräch mit Regensburgs Trainer Thomas Stratos – Foto: SPORT4Final

05.09.2013 – SPORT4Final:

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg gegen Regensburg. Mit dem Spiel waren Sie etwas unzufrieden, gerade im Mittelfeld?

Andreas Bergmann: „Ich war phasenweise mit unserem Spiel unzufrieden.     [private]

Nicht nur im Mittelfeld. Im Mittelfeld hat sich das dann festgemacht, weil wir nicht so eng an die Leute gekommen sind. Und weil wir nicht so einen Zug herauf bekommen haben und nicht so aus unserer Ordnung gespielt haben. Natürlich, wenn man 3:0 führt und eine junge Truppe euphorisch ist, will dann noch weiter machen – da muss sie dann noch lernen, disziplinierter zu sein. Das ist uns nicht ganz so gelungen, aber die Jungs wissen das auch selber, sie sind selbstkritisch, dass wir Phasen hatten, wo wir nicht so gut waren und da arbeiten wir jetzt wieder dran.“

Ist das eine Mentalitätsfrage bei einigen Spielern oder fehlt Ihnen der Spielregisseur?

Andreas Bergmann: „Nein, das ist einfach so, wenn eine junge Mannschaft, die jetzt zwei unglückliche Spiele hatte, wo man wirklich hätte punkten müssen und man jetzt auf einem Mal 3:0 führt, dann ist das normal, ist das menschlich, dass man da plötzlich in eine solche Euphorie gerät und sich freut. Das ist dann Unerfahrenheit. Das ist das richtige Wort.“

Als Spielsystem haben Sie jetzt das 4-4-2 als stabiles System gefunden?

Andreas Bergmann: „Wenn man es als normales 4-4-2-System nimmt ja, aber innerhalb des Systems sind wir doch sehr flexibel. Weil wir die Positionen wechseln und das soll schon kein starres System sein sondern schon eine gute Flexibilität zeigen.“

Platz 5 mit 13 Punkten nach dem 7. Spieltag – sind Sie derzeitig mit diesem Stand zufrieden?

Andreas Bergmann: „Ja natürlich sind wir zufrieden. Aber ich bin eher mit der Leistung zufrieden. Ich gucke noch nicht auf den Tabellenplatz. Sondern eher darauf, wie sich die Mannschaft entwickelt. Wir haben in den letzten zwei Spielen richtig was liegen gelassen. Da hätten wir auf Grund der Leistung Minimum 3 Punkte machen müssen. Das ist uns nicht gelungen. Aber trotzdem waren wir zufrieden, zufrieden in Anführungsstrichen. Heute hatten wir Phasen, wo wir gut waren und andere, wo wir nicht gut waren.“

Woran müssen Sie künftig noch besonders arbeiten – wo liegen Ihre Schwerpunkte in den kommenden Wochen?

Andreas Bergmann: „Es ist einfach so, dass wir im Spiel noch mehr den Rhythmus bestimmen müssen. Es muss auch Phasen geben, wo wir den Ball halten müssen. Wo wir nicht sofort das Risiko suchen. Und wenn man 3:0 führt, muss man auch viel mehr den Ball laufen lassen, viel mehr den Gegner laufen lassen, damit er müde wird. Um dann wieder gezielt zu stechen und nicht die ganze Zeit wieder ins Risiko gehen.“

Sie sprechen von der Ballbesitzstrategie …

Andreas Bergmann: „Genau, einfach den Rhythmus bestimmen mit Rhythmuswechseln. Dass man die Ruhe rein bekommt und wenn der Gegner wieder eine Situation zulässt, wenn er in Unordnung ist, dann wieder zu zustechen. Aber das ist normal und Mannschaften, die auch gestanden sind, haben auch in der Saison Phasen, wo sie auch wackeln.“

Vielen Dank und alles Gute in der Zukunft.    

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