Fußball in Manchester – Vom Meistertitel an den Konferenztisch

„Über die „unsichtbare“ Verbindung zwischen Fußball und Wissenschaft
Zweitägige Konferenz zum Thema Fußball, Fans und die langfristige Nachhaltigkeit dieser Sportart“

Manchester – zentral gelegene Großstadt im Herzen von Großbritannien. Auch als Fußball-Hochburg vielen Menschen bekannt. Letzte Saison City und in dieser Spielzeit ManU als englischer Fußballmeister. Dazu in 2012 der FC Chelsea Champions-League-Sieger gegen Bayern München – Fußballerherz, was willst Du mehr. Aber mehr kann es noch geben. Denken wir doch mal über die „unsichtbare“ Verbindung zwischen dem Fußball und der Wissenschaft nach.

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Das tun hochkarätige Wissenschaftler und Gastredner aus der ganzen Welt auf einer zweitägigen Konferenz zum Thema Fußball, Fans und die langfristige Nachhaltigkeit dieser Sportart am 13. und 14. Juni 2013 in Manchester. Organisatoren dieser Wissenschaftskonferenz sind die Manchester Metropolitan University und das National Football Museum (das englische Pendant zum DFB-Museum).

Die Diskussionsforen werden sich auf die langfristigen Interessen des Fußballs und der Fußball-Fans konzentrieren. Dies betrifft zum einen den Fußball vom Breitensport bis hoch in die Premier League und zum anderen das internationale Spielgeschehen. Schlüsselthemen der Diskussionen und Vorträge sind die Verschuldung der Vereine, die Fan-Communities und die Kultur des Spiels. Diese gedanklichen Auseinandersetzungen mit diesen Themen geben den Vereinen von der untersten Spielklasse bis zum Fußballclub mit Champions-League-Ambitionen Aufschlüsse darüber, wie die Kommunikation für und in den Vereinen genutzt werden kann. Zu den meinungsführenden Wissenschaftlern gehören die Hauptredner der Veranstaltung: David Conn, Kevin Moore (National Football Museum) und Tom Hall (Supporters Direct). Außerdem werden Wissenschaftler von Universitäten in den USA, Spanien, Malaysia, Nigeria, Deutschland und natürlich Großbritannien sprechen. Zudem Funktionäre von Vereinen, Schriftsteller und viele andere.

Weitere interessante Themenschwerpunkte sind:

  • Die Rolle der englischen Fußballvereine, Community-Programme im Bildungsbereich
  • Gestaltung einer Stadt: die Beziehung zwischen Sport und Medien in Liverpool
  • Identität Arbeit und Anti-Rassismus im englischen Fußball: Konflikte und Kontroversen
  • Finanzierbarkeit: Fußballvereine und Financial Fair Play

Vor Konferenzbeginn hatte SPORT4Final Kontakt zu Adriano Gómez-Bantel, Fußball-Schriftsteller und PR Executive aus München, der seinen Vortrag „Fußballvereine als Träger regionaler Identitäten“ betitelte. Die These des Referenten ist, dass Fußballvereine nicht nur Sportvereine sind, sondern Symbolcharakter für Regionen besitzen. Fußball-Anhänger können sich so besser mit den Vereinen identifizieren. Dahinter stecke oftmals eine sehr lange Tradition. Zahlreiche Derbys verstehen sich in diesem Kontext als Dominanzkämpfe um die sportliche Hoheit, wie z.B. das Baden-Württemberg-Derby (VfB gegen den KSC). Dieses Prinzip lässt sich aber auch auf Vereine in der ganzen Welt anwenden, meint der Fußball-Experte Adriano Gómez-Bantel.

Für alle interessierten Fußballfans und solche, die es werden wollen, hier schon mal die Webseite der Veranstalter: http://www.hssr.mmu.ac.uk/mmufc/2013-conference-football/. SPORT4Final wird versuchen, über die Ergebnisse der Sportkonferenz zu berichten.

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