HC Leipzig kämpft gegen Buducnost um (vor)letzte Chance – Skopje fast im Quarterfinal

06.03.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp: 

Champions League Hauptrunde: 9. von 10 Spieltagen 

RK Krim Ljubljana vs. Vardar Skopje 29:47 (12:24) vor 700 Zuschauern 

Vor einer „Geisterkulisse“ machte Mazedoniens Starensemble von Vardar Skopje den Einzug ins Quarterfinale der Champions League mit einem 47:29-Kantersieg gegen Ljubljana fast perfekt. Zur Halbzeit war die Begegnung praktisch entschieden. Skopje ließ beim „munteren Toreschießen“ nicht nach und spielte sich möglicherweise vergangene verlorene Matches vom Herzen. Erfolgreichste Torschützinnen mit jeweils 11 Toren: Tamara Mavsar und Andrea Penezic. Vardar Skopje erzielte 15 Gegenstoßtreffer und war bei den technischen Fehlern mit 12:22 „unterlegen“. Noch nie erlebt: Krims Ausnahmetrainerin Marta Bon erhielt bereits in der 12. Minute die gelbe Karte. Auf eine dritte Auszeit in der zweiten Spielhälfte verzichtete sie angesichts des klaren Spielverlaufs. 

Champions League: HC Leipzig - Foto: Sebastian Brauner
Champions League: HC Leipzig – Foto: Sebastian Brauner

Dieser Erfolg von Vardar Skopje (9 Punkte) bedeutet für unsere beiden deutschen Vertreter, dass wahrscheinlich der letzte Platz im Viertelfinale zwischen dem Thüringer HC (8 Punkte) und dem HC Leipzig (6 Punkte) unter folgenden Konstellationen ausgespielt wird: 

 

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Bei Punktgleichheit (9 oder 10 Punkte) im Dreiervergleich zwischen Skopje, Thüringen und Leipzig wäre der HC Leipzig ausgeschieden, wenn er nicht mit 9 Toren in Nordhausen gewinnt. 

Verliert der Thüringer HC in Wolgograd und holt der HC Leipzig mindestens einen Punkt zu Hause gegen Gruppensieger Buducnost, kommt es am 15. März zum großen „Finale“ in Nordhausen. Dem THC würde ein Remis und dem HCL ein „normaler“ Sieg für das Quarterfinal genügen. 

Verlieren beide deutschen Teams an diesem Wochenende, muss der HC Leipzig beim Thüringer HC mit 10 Toren gewinnen, um noch ins Viertelfinale einzuziehen. 

Besser ist folgende Konstellation: Der HC Leipzig gewinnt beide Matches, der Thüringer HC siegt in Wolgograd und Skopje verliert zu Hause am letzten Spieltag gegen Wolgograd. Beide deutschen Teams hätten 10 Punkte und Skopje nur 9 Zähler, was gleichbedeutend mit dem Ausscheiden von Anja Althaus und Co. einhergehen würde. 

Bitterer könnte es für den HC Leipzig kommen, wenn er trotz zweier Siege gegen Buducnost und dem Thüringer HC mit 10 Punkten ausscheiden sollte: Skopje holt am letzten Spieltag gegen Wolgograd daheim ein Remis (10 Punkte und obiger Dreiervergleich) und der Thüringer HC gewinnt in Wolgograd. Denkbar wäre in dieser Konstruktion mit zwei HCL-Siegen auch noch der direkte Dreiervergleich zwischen Wolgograd (verliert gegen THC und Skopje), Thüringen und Leipzig (alle drei Teams mit 10 Punkten). Diesbezüglich würde der HC Leipzig den Kürzeren gegenüber Wolgograd und Thüringen ziehen, egal wie hoch der HC Leipzig beim Thüringer HC gewinnen sollte. 

Quintessenz: Es könnte spannend bis zum letzten Spieltag bleiben. Die schlechtesten Karten hat derzeit der HC Leipzig. Denn bei eigener Heimniederlage gegen Europas Topteam aus Podgorica und gleichzeitigem Unentschieden des Thüringer HC in Wolgograd wäre die diesjährige Saison in der Champions League für den deutschen Rekordmeister bereits Geschichte.

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