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HC Leipzig Kommentar: Sportliche Qualität, personeller Neuanfang, RB Leipzig Unterstützung?


Kay-Sven Hähner - HC Leipzig in existenzbedrohender Finanz-Krise mit EUR 900.000 Verbindlichkeiten – Video - Foto: SPORT4FINAL
Kay-Sven Hähner – HC Leipzig in existenzbedrohender Finanz-Krise mit EUR 900.000 Verbindlichkeiten – Video – Foto: SPORT4FINAL

HC Leipzig Kommentar: Das sportliche Bekenntnis: Der HC Leipzig gehört mit dieser verjüngten Mannschaft qualitativ in die Handball-Bundesliga der Frauen! Grundlage des sportlichen Liga-Überlebens ist aber nun mal die Befreiung aus der wirtschaftlichen und „Vor-Insolvenz-Krise“.

Mehr noch: Nicht erst seit der gestrigen Pressekonferenz mit dem finanziellen Bekenntnis von Geschäftsführer Kay-Sven Hähner zu EUR 900.000 Verbindlichkeiten sondern schon seit Monaten befindet sich der HC Leipzig in einer „Glaubwürdigkeits-Krise“.

Ein personeller Neuanfang mit deutlicher betriebswirtschaftlicher bzw. kaufmännischer Kompetenz auf der Führungsposition sowie im HCL-Präsidium könnte helfen, Vertrauen wieder zurück zu gewinnen.

HC Leipzig in existenzbedrohender Finanz-Krise mit EUR 900.000 Verbindlichkeiten – Video

HC Leipzig: Norman Rentsch zur sportlichen Situation in der Finanz-Krise. Video

HC Leipzig – BLICK-Zurück: Wirtschaftliche Krise und Gefahr der Insolvenz

Ein Kommentar von SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

17.02.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

HC Leipzig Kommentar: Dazu vielleicht, wenn auch „Wunsch-Denken“ und eher unwahrscheinlich (?), Management- und kurzfristige finanzielle Überbrückungs-Unterstützung (bis Saisonende) von RB Leipzig mit flankierender rechtlicher Absicherung durch die Stadt Leipzig. Der HC Leipzig als jahrelanges Aushängeschild der Messemetropole darf sportlich wie wirtschaftlich nicht fallen gelassen werden! Nur die zeitnahen Konsequenzen sollten wirtschaftlich wie personell gezogen werden.

Wer die Frauen des HC Leipzig sportlich verfolgt, dem ist wie Chefcoach Norman Rentsch klar, dass dieses Team die Handball-Bundesliga weiterhin bereichern kann. Da beißt die Maus keinen Faden ab.

HC Leipzig in der „Glaubwürdigkeits-Krise“ – personelle Veränderungen notwendig

Geschäftsführer Kay-Sven Hähner verwaltete in seiner Haupt-Verantwortung seit Jahren, bereits knapp EUR 800.000 Verbindlichkeiten per Stichtag 30. Juni 2013, den wirtschaftlichen Vorboten einer „Vor-Insolvenz-Phase“. Nun gestand er gestern auf der Pressekonferenz u. a. den einfachsten kaufmännischen Fehler ein: Er hat Geld für Spielerinnen-Verpflichtungen ausgegeben, ohne vorher Sponsorengelder auf dem Guthabenkonto erhalten zu haben. Dann der Hähner-Satz des Tages: „Ich denke, dass ich bei der Lösung des Problems ein entscheidender Faktor sein kann.“

Welche Geldgeber und Sponsoren oder die Stadt Leipzig können sich sicher sein, dass der Geschäftsführer Hähner in Zukunft mit dem Geld verantwortungsbewusster umgehen wird? Ist Hähner überhaupt kaufmännisch kompetent in der Lage, ein noch zu erstellendes Sanierungskonzept erfolgreich zu begleiten und umzusetzen? Sowohl auf der Geschäftsführer-Position als auch im, die wirtschaftliche Krise begleitenden, HCL-Präsidium kann nur ein personeller Neuanfang für Glaubwürdigkeit und Vertrauen bei der Rettung des Vereins sorgen! Kay-Sven Hähner mit seiner sportlichen Kompetenz und dem europaweit überspannenden „sportlichen Netzwerk“ könnte als sportlicher Berater oder Sport-Geschäftsführer beim HC Leipzig agieren. Für die betriebswirtschaftlichen Weichenstellungen ist dies nicht mehr möglich.

RB Leipzig unterstützt HC Leipzig im finanziellen Überlebenskampf

(Unwahrscheinliche) Hilfe von RB Leipzig?

Wenn schon nicht von RB Leipzig, weil der Frauen-Handball nicht in die unternehmerische Firmen-Philosophie passen würde, dann wäre aber sicherlich kurzfristige Hilfe in Management-Fragen durch kompetente Persönlichkeiten aus der Wirtschaft sowie ein kurzfristiger Überbrückungskredit mit rechtlicher Absicherung durch die Stadt Leipzig (Bürgschaften?) eine Überlebenschance für den stark angeschlagenen Verein. Denn ohne „frisches Geld“ und Sanierungskonzept keine Lizenz für die nächste Bundesliga-Saison und höchstwahrscheinlich der Gang ins Insolvenzverfahren. Beides kann nicht das Ziel in dieser sportbegeisterten Stadt Leipzig mit den vielen Handball-Fans sein.

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