Thüringer HC ist deutscher Meister im Frauen Handball

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Thüringer HC - Handball Bundesliga - THC vs. Buxtehuder SV am 21. April 2018 - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Thüringer HC – Handball Bundesliga – THC vs. Buxtehuder SV am 21. April 2018 – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Handball Bundesliga Frauen: Der Titelkampf ist vorzeitig entschieden. Der Thüringer HC hat zum siebten Mal in seiner Geschichte die deutsche Meisterschaft gewonnen.

Im Kampf um die Europapokal-Plätze hat Bayer Leverkusen einen Dämpfer erlitten und im Tabellen-Keller konnte der TV Nellingen einen wichtigen Auswärtserfolg feiern.

30.04.2018 – PM HBF / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Der Thüringer HC hat mit einem 35:22-Sieg beim HC Rödertal seinen Meistertitel perfekt gemacht. „Dass wir so früh das Ding schon klarmachen und jetzt acht Punkte Vorsprung haben, ist einfach sensationell“, meinte THC-Coach Herbert Müller. Rödertal-Trainer Maximilian Busch erklärte: „Zunächst möchte ich dem Thüringer HC zum Meistertitel gratulieren. Sie haben eine Top-Mannschaft und sich den Titel zu Recht verdient. Auf meine Mädels bin ich sehr stolz. Wir haben permanent Gas gegeben und sehr gut mit dem Favoriten mitgehalten.“

Im Verfolgerduell gab es keinen Sieger. Nach dem 23:23-Unentschieden trennen Buxtehude vom Zweiten Bietigheim weiterhin fünf Zähler. „Wir sind überglücklich mit dem Punkt nach diesem Spielverlauf. Es war heute ein Spiel ohne normalen Fokus mit 15-20 Fehler auf unserer Seite. Das war für mich nicht so schön, aber es war ein spannendes Spiel, in dem wir nicht das beste rausgetragen haben“, so Bietigheims Trainer Martin Albertsen. Buxtehudes Trainer Dirk Leun betonte: „Die Mannschaft hat eindeutig eine Reaktion nach dem unzufrieden stellenden Spiel in Thüringen gezeigt. Es kommt bei einem Unentschieden nicht so oft vor, aber wir sind genauso glücklich, diesen Punkt gewonnen zu haben.“

Je einen Zähler hinter Buxtehude lauern Borussia Dortmund und die HSG Blomberg-Lippe. Der BVB konnte mit einem klaren 28:18-Heimsieg über Neckarsulm seine Chancen auf das internationale Geschäft wahren. „Ich kann meiner Mannschaft heute keinen großen Vorwurf machen. Wir haben mit acht Spielerinnen gespielt, von denen auch noch welche angeschlagen sind. Wir konnten heute mit dem breiten Kader und der hohen Qualität von Dortmund nicht mithalten, weshalb der Sieg verdient an den BVB geht“, bilanzierte Neckarsulms Trainerin Tanja Logvin.

Auch Blomberg konnte einen klaren Sieg einfahren. Bei der HSG Bad Wildungen Vipers setzten sich die Lipperinnen mit 29:20 (17:10) durch.“Wir haben zu viele schwache Phasen gehabt“, so Vipers-Trainerin Tessa Bremmer nach der Partie.

Bad Wildungen muss sich im Saisonendspurt nach dem Wochenende eher nach unten orientieren, denn der VfL Oldenburg konnte in Leverkusen mit 31:27 gewinnen und hat nun vier Punkte Vorsprung auf die Nordhessinnen. „Wir wollten nicht auf den Kreis spielen, sondern die Chancen in aller Ruhe herausspielen. Das ist uns dann auch gelungen und die Chancenauswertung war deutlich besser als zuletzt. 31 Tore muss man gegen Leverkusen erst einmal machen. Gleichzeitig haben wir in der Abwehr richtig geackert um dann schnell hinten rauszulaufen und die einfachen Tore zu machen“, freute sich Oldenburgs Trainer Niels Bötel. Leverkusens Renate Wolf kommentierte: „Wir haben nach der 7:2-Führung die Spannung verloren und viele Chancen nicht genutzt. In der Abwehr fehlte die notwendige Konsequenz der vergangenen Wochen.“ Für die Elfen war die Niederlage ein Rückschlag. Die Rheinländerinnen haben weiterhin 27 Pluspunkte und sind damit drei bzw. vier Punkte hinter der Konkurrenz.

Ebenfalls mit 27 Pluspunkten auf dem Konto liegen Metzingen und Göppingen auf den Plätzen sieben und acht. Im direkten Duell konnten die Frisch Auf Frauen sich mit 24:23 knapp durchsetzen. „Vor dem Spiel habe ich gesagt, dass jene Mannschaft gewinnt, die die größere Aggressivität zeigt. Das war leider Göppingen“, sagte Metzingens Manager Ferenc Rott. Göppingens Aleksandar Knezevic analysierte: „Was wir in der Abwehr leisten, ist fast unmenschlich. Vorne war jedes Tor ein großer Kampf, aber wir haben Wege gefunden.“

Zwei Punkte an Bad Wildungen herangerückt und einen direkten Verfolger distanziert hat der TV Nellingen durch den 28:26-Sieg bei den HSG Bensheim/Auerbach Flames. „Wir wussten, dass es heute ein schweres Spiel wird. In jedem anderen Spiel kann man befreit aufspielen, heute wollten wir unbedingt gewinnen und waren zu verkrampft. Nellingen hat das gut gemacht. Die haben uns immer wieder zu Fehlern gezwungen. Wir haben es eigentlich gut trainiert, konnten es heute aber einfach nicht umsetzen“, so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm. Pascal Morgant freute sich: „Die erste Hälfte war wechselhaft mit einem super Start von uns, nach einer anschließend kurzen Flaute hatten wir dann wieder alles im Griff. In der zweiten Hälfte haben wir stets vorgelegt, immer eine Lösung gefunden und das Hinterherlaufen hat Bensheim viel Kraft gekostet. Deshalb war der Sieg auch absolut verdient.“


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