Handball WM 2017: Thorir Hergeirsson „Henk Groener wird deutsches Team weiter entwickeln“

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Thorir Hergeirsson - Norwegen - Handball WM 2017 Deutschland - Pressekonferenz am 14.12.2017 in Hamburg - Foto: Joachim Schütz (http://www.stregspiller.com)
Thorir Hergeirsson – Norwegen – Handball WM 2017 Deutschland – Pressekonferenz am 14.12.2017 in Hamburg – Foto: Joachim Schütz (http://www.stregspiller.com)

Handball WM 2017 Deutschland: Es ist schon seit 2015 zu einer guten Tradition geworden, dass nach jedem großen Finale einer Welt- oder Europameisterschaft der norwegische Erfolgs-Coach Thorir Hergeirsson (Island) zu einem Interview mit SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp zur Verfügung steht.

Im Finale der Weltmeisterschaft 2017 verlor Norwegen nach überzeugenden Weltklasse-Leistungen in den Matches gegen Olympiasieger Russland (Viertelfinale) und Vize-Weltmeister Niederlande (Halbfinale) überraschend gegen Frankreich und musste sich mit WM-Silber zufrieden geben.

Handball WM: Thorir Hergeirsson „Ich bin mir sicher, dass Deutschland in den nächsten Jahren zu den besten acht Nationen der Welt gehören wird. Und Henk Groener ist ein sehr guter Trainer.“

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21.12.2017 – SPORT4FINAL LIVE / Frank Zepp:

Handball WM 2017 Deutschland:

Herr Hergeirsson, ist die Silbermedaille bei der Weltmeisterschaft auch ein sehr großer Erfolg für das norwegische Team?

Thorir Hergeirsson: „Wir haben im Finale gegen Frankreich nicht unseren besten Handball gespielt. Das wäre aber notwendig gewesen, um zu gewinnen. Leider hatten wir nicht den Top-Level bei unsere Torhüterinnen im Match. Die letzten Tage hatten wir da ein paar Probleme. Aber unsere Defensive war im ganzen Turnier gut. Frankreich war aber auch defensiv sehr stark und wir kamen nicht so in den Gegenstoß hinein.

Wir hatten in den K.-O.-Spielen einen Lauf, konnten diesen aber im Finale nicht fortsetzen. Da wir auch im Angriff im Finale einige Probleme hatten, denn wir werfen normalerweise 25, 26 Tore, war unsere Effizienz nicht so hoch. Und dann die vergebenen Siebenmeter. Insgesamt sind wir nicht zufrieden, auch wenn Silber ein Erfolg ist. Aber wir wollten wieder Weltmeister werden.“

Wie beurteilen Sie die sportliche Qualität bei dieser Weltmeisterschaft im Vergleich zu den letzten Titelkämpfen?

Thorir Hergeirsson: „Ein Vergleich ist sehr schwer. Ich finde, einige Teams haben sich weiter entwickelt. Frankreich und Schweden haben den größten Sprung nach vorn gemacht. Ich denke, wir spielten zu defensiv im Tempo-Gegenstoß. Ich meine, auf den Plätzen zwischen 8 und 16 ist ein höheres Leistungs-Level gewesen. Mehr Teams konnten die Achtel- und Viertelfinales gewinnen. So spielten einige Teams ein wenig besser als früher.

Bei der nächsten Weltmeisterschaft gehen wir wieder zum alten Spielsystem über. Ich denke, es ist ein besseres System, weil man nach einer Niederlage in den K.-O.-Spielen nicht gleich ausscheidet und so die starken Teams noch im Turnier verbleiben können. Wir hatten gegen Spanien und Russland fantastische Matches. Heute sind wir ein bisschen enttäuscht über das Finale, aber nicht über die Silber-Medaille. Wir hatten die Chancen, aber verwerteten sie nicht. Wir werden uns jetzt zu Hause ausruhen, die Ergebnisse analysieren, dann hart arbeiten und das französische Team nächstes Jahr wieder herausfordern.“

Wie schätzen Sie die Entwicklung des deutschen Teams ein?

Thorir Hergeirsson: „Ich finde, es ist ein interessantes Team. Biegler arbeitete ja nur zwei Jahre. Sie hatten einen unglücklichen Start ins Turnier mit der Verletzung der vielleicht besten deutschen Spielerin. Das ist immer schlecht für jedes Team. Danach hatte das Team ein paar Probleme, wie ich beobachten konnte. Dänemark machte sein bestes Spiel im Achtelfinale gegen Deutschland.

Ich denke, das deutsche Team wird mit einem guten Coach immer besser. Es hat einige sehr gute Spielerinnen. Deutschland hat gute Handball-Traditionen und Kulturen. Ich bin mir sicher, dass Deutschland in den nächsten Jahren zu den besten acht Nationen der Welt gehören wird. Und Henk Groener ist ein sehr guter Trainer. Er wird das Team weiter entwickeln.“

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg weiterhin, Herr Hergeirsson.



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