Dominik Kaiser: „Auswärtsniederlagen tun im Bus richtig weh.“

03.10.2013 – SPORT4Final:

Auswärtshürde Heidenheim – RB Leipzig vor dem Duell mit dem Spitzenreiter am Samstag

Der 1. FC Heidenheim ist seit 350 Tagen im heimischen Stadion unbesiegt und feierte in dieser Saison vier Siege in fünf Heimspielen. RB Leipzig will aber nach drei Niederlagen in der Fremde auswärts wieder punkten.

Dominik Kaiser - Foto: GEPA pictures/ Sven Sonntag
Dominik Kaiser – Foto: GEPA pictures/ Sven Sonntag

Mir dabei in Heidenheim wird auch wieder Dominik Kaiser sein. Er bestritt bisher alle Spiele in dieser Saison im Mittelfeld der Leipziger. Für SPORT4Final gilt er bislang als konstantester „roter Bulle“ in der spielgestaltenden Zone. Seine spielerischen Qualitäten mit einem gut ausgeprägten Blick für den Nebenmann, oder sagt man vielleicht „Nebenbullen“, sowie die gute Schusstechnik zeichneten ihn im Verlauf der Drittligasaison besonders aus. Er kann seine eigene Leistung gut einschätzen, auch der Trainer erwarte sehr viel von ihm in puncto Laufbereitschaft und Zweikampfstärke. Erwähnenswert auch seine analytischen Fähigkeiten: Zu passiv in allen Mannschaftsteilen gewesen zu sein, war auch eine Ursache für Niederlagen in dieser Spielzeit. Es sei auch noch nie gelungen, mit einem Vorsprung von zwei Toren in die Schlussphase der Spiele zu gehen. Am Spielsystem läge es nicht, wenn Partien oder Punkte zu Hause verloren gehen, wie bspw. gegen Unterhaching. Insofern müsse aus seiner Sicht das System „nicht großartig umgestellt werden“. Aber: „Auswärtsniederlagen tun im Bus richtig weh und wir wollen aus Heidenheim etwas mitnehmen.“

Weitere Stimmen aus der Presskonferenz:

Trainer Alexander Zorniger: „Heidenheim ist die konstanteste Mannschaft der Liga, ohne in jedem Spiel überragend gewesen zu sein. Es ist eine gewachsene Mannschaft, die sukzessive verstärkt wurde und vor allem bei Standards extrem gefährlich ist. Aufgrund dessen müssen wir unnötige Fouls ab 30 Meter vor unserem Tor vermeiden.  Der FC Heidenheim agiert sehr stabil und lässt sich auch von Gegentoren nicht aus der Ruhe bringen. Erol Sabanov ist ein erfahrener Torjäger, die Innenverteidiger Timo Göhlert und Mathias Wittek sind in der Luft echte Waffen. Dazu bilden Spielmacher und Torjäger Marc Schnatterer sowie Florian Niederlechner, der ganz vorn wirbelt, die Stützen des Teams. Der Kader des Gegners hat eine unglaubliche Breite – die haben wir auch, aber unsere Spieler müssen noch weiter in der Liga ankommen. Wir werden unserer Linie in der Spielweise treu bleiben, weiter hoch pressen und schnell vertikal umschalten. Diese Umsetzung ist ein Prozess, in dem wir immer an unsere Grenzen gehen müssen. Das gelingt uns noch nicht über 90 Minuten. Heidenheim will weiter für den Aufstieg punkten – doch da werden wir zumindest am Samstag etwas dagegen haben.“

Dominik Kaiser: „Mit Heidenheim kommt ein echter Brocken auf uns zu, das wird eine heiße Kiste. Der Gegner hat bisher immer solide gepunktet. Sie haben Akteure, die ein Spiel mit einer Aktion entscheiden können und sind zudem immer in der Lage, in engen Spielen und in der Schlussphase nachzulegen. Doch ich traue uns alles zu. Wir brauchen uns nicht zu verstecken und werden mit Selbstvertrauen und breiter Brust auftreten. Die Mannschaften in der 3. Liga bestrafen jede kleine Unachtsamkeit. Deshalb müssen wir die zuletzt häufigen individuellen Fehler abstellen, noch geiler auf Ballgewinne sein und einfache Gegentore vermeiden. Wir sind auswärts zuletzt dreimal mit leeren Händen in den Bus gestiegen. Darunter wollen wir nun einen Schlussstrich ziehen und aus Heidenheim etwas mitnehmen.“

Zur personellen Situation:

Juri Judt ist nach seiner Mandelentzündung wieder fit und kann voll trainieren. Matthias Morys kassierte gegen Unterhaching seine vierte Gelbe Karte. Nach der nächsten Verwarnung wäre der Stürmer ein Spiel gesperrt. 

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