Handball Bundesliga: SC DHfK Leipzig unterlag TBV Lemgo Lippe

Handball Bundesliga: Marko Mamic - TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig - Foto: Klaus Trotter
Handball Bundesliga: Marko Mamic – TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig – Foto: Klaus Trotter

Handball Bundesliga: TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig.

Der SC DHfK Leipzig verlor das Auswärtsspiel beim TBV Lemgo Lippe deutlich mit 23:28 (12:13) Toren. Nach guten 20 DHfK-Minuten steigerte sich der Gastgeber, der nach der Pause auch verdient in dieser Höhe den doppelten Punktgewinn absicherte.

Man of the Match: Bjarki Elisson (8 Tore – TBV Lemgo Lippe)

18.03.2021 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga: Der SC DHfK Leipzig dominierte 20 Minuten der ersten Halbzeit (0:4 Startphase) gegen Gastgeber TBV Lemgo Lippe. Dank einer guten Abwehrleistung und einigen gut angelegten Positionsangriffen schien das Team aus der Messestadt den Matchzugriff zu besitzen.

Dann aber die Leistungssteigerung der Hausherren und fast schon schleichend die Deckungslücken bei Leipzig, die zu drei Siebenmeter-Toren führten. Das Haber-Team erzielte in den letzten sieben Minuten vor der Pause keinen Treffer. Torhüter 5:6 Paraden. Gegenstoß-Tore 3:2. Strafminuten 0:2. Beste Torschützen: Elisson 5, Zerbe 3 – Mamic 3, Wiesmach 3.

Der TBV Lemgo Lippe entschied die Begegnung in den zwölf Minuten nach der Pause bis zum 22:16. Ausschlaggebend war auch die Steigerung im TBV-Tor durch Johannesson. Beim SC DHfK Leipzig lief nicht mehr viel zusammen. Die Überlegenheit der ersten Halbzeit, wo man mit Vorsprung in die Kabinen gehen konnte, drehte sich in deutliche Unterlegenheit angesichts der nunmehr höheren Performance auf Gastgeberseite.

Nationalspieler Weber verletzte sich anscheinend bei einem Stürmerfoul, was bei näherem Hinsehen ein Deckungsfoul war. In der Crunchtime konnte das DHfK-Team nicht mehr zulegen und verlor auch in dieser Höhe gegen starke Gastgeber.

Stimmen:

Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Die ersten 15 Minuten haben gezeigt, wie wir spielen und decken können. Genauso hatten wir uns das heute vorgenommen. Danach war leider davon nicht mehr viel sichtbar, weil wir dann einfach zu hektisch waren. Wir sind auch nicht cool geblieben, als wir dann im Rückstand waren. Ich hatte uns nach dem letzten Spiel emotional kritisiert, das kann ich heute nicht wiederholen. Ich finde, dass wir heute, vor allem zum Spielstart, emotional auf der Höhe waren. Nachdem das Momentum gegen uns gekippt ist, gerade in der zweiten Halbzeit, haben wir den Zugriff zum Spiel nicht mehr bekommen und deshalb verdient verloren. Das ist schwer in der Aufarbeitung nach dem Spiel und wir haben auch nicht viel Zeit, dem nach zu trauern. Wir spielen am Sonntag schon wieder. Wir haben jetzt ein Paket mit uns rum zu tragen, was wir ganz schnell wieder los werden müssen.“

Florian Kehrmann (Trainer TVB Lemgo Lippe): „Der Handball war heute wieder verrückt. Ich glaube nach 10 Minuten hat man gesehen, wozu Leipzig in der Lage ist. Mit einer sehr guten Abwehr und mit sehr schnellem Tempo bestrafen sie jeden Fehler von uns. In der ersten Phase verwerfen wir drei völlig freie Chancen und liegen 1:5 hinten. Uns hat dann stark gemacht, dass wir Leipzig zu Fehlern zwingen konnten und dadurch ins Tempo kamen. Dann helfen uns zwei oder drei einfache Tore, um den Abstand nicht zu groß werden zu lassen. Nach dem erneuten Abstand von drei Toren haben wir auch nicht die Nerven verloren. Das war heute der Schlüssel, wie wir das Spiel für uns geöffnet haben. Wir haben zur Halbzeit einen Ein-Tor-Vorsprung erkämpft, obwohl wir zu diesem Zeitpunkt gefühlt mit zwei Toren hinten lagen. Das ist dann auch Glück. Aber in der zweiten Halbzeit konnten wir mit einer überragenden Abwehrleistung und einem sehr guten Peter Johannesson das Spiel für uns gestalten. Wir haben es aber am Ende verdient gewonnen, dafür Respekt an meine Mannschaft.“

Statistik: Handball Bundesliga, 21. Spieltag

TBV Lemgo Lippe vs. SC DHfK Leipzig 28:23 (13:12)

Man of the Match: Bjarki Elisson (8 Tore – TBV Lemgo Lippe)

Spielfilm: 0:3 (4.), 0:4 (6. – Mamic), 1:4 (7.), 1:5 (8. – Witzke), 4:5 (11.), Auszeit Leipzig (11.), 4:6 (12.), 4:7 (13. – Gebala), 5:8 (14. – Mamic), 6:8 (15. – Guardiola), 6:9 (15. – Witzke), 8:9 (19. – Zerbe ÜbZ), 8:10 (20. – Wiesmach UnZ), 8:11 (21. – Binder TGS UnZ), Auszeit Lemgo (21.), 9:11 (21. – Elisson 7m), 10:12 (23. – Remke), 11:12 (26. – Carlsbogard), 12:12 (29. – Elisson 7m), 13:12 (30. – Elisson 7m), 13:12 (HZ) – 17:15 (37. – Binder), 20:15 (39. – Elisson), 22:16 (42.), 23:17 (43. – Elisson 7m), 24:18 (45. – Guardiola), 25:19 (48. – Carlsbogard), 26:20 (53.), Foul an Weber (verletzt) pfeifen Schiedsrichter Stürmerfoul – Fehlentscheidung (54.), 27:21 (56. – Witzke), 27:22 (59. – Pieczkowski), 28:23 (EST)

Beste Torschützen: Elisson 8/10, Carlsbogard 6/9, Zerbe 4/6 – Wiesmach 4/5, Mamic 4/6, Binder 3/3

Wurfeffizienz: 63:54 Prozent

Torhüter: 12:9 Paraden

Gegenstoß-Tore: 6:5

Technische Fehler: 10:8

Strafminuten: 0:4

Schiedsrichter: David Hannes und Christian Hannes

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