HC Leipzig „überrollt“ Metzingen mit spielerischem Klassenunterschied

09.03.2014 – SPORT4Final:

In der Handball-Bundesliga der Frauen hat die Meisterrunde der sechs besten Teams aus der Vor- und Hauptrunde begonnen. Nach zehn gespielten Partien stehen sowohl der deutsche Meister als auch die Europapokalteilnehmer für die nächste Saison fest. Der mit sechs Punkten Rückstand auf Titelverteidiger Thüringer HC auf dem zweiten Platz liegende HC Leipzig startete mit einem 38:23-Sieg in die entscheidende Meisterschaftsphase – ein „Auftakt nach Maß“ vor 1.800 Zuschauern in der Arena Leipzig.

Kapitänin Karolina Kudlacz (HC Leipzig) - Foto: Sebastian Brauner, Sportsnine
Kapitänin Karolina Kudlacz (HC Leipzig) – Foto: Sebastian Brauner, Sportsnine

Die Gäste von TuS Metzingen wurden mit spielerischen Mitteln „überrollt“. Ein Klassenunterschied war nicht zu übersehen. Die folgenden drei Auswärtsspiele des HC Leipzig in Oldenburg (12. März), beim Thüringer HC (23. März) und gegen Bayer Leverkusen (6. April) werden Gradmesser des Leistungsbildes des deutschen Rekordmeisters sein. Speziell in Oldenburg und Thüringen können die Spielerinnen des HC Leipzig Wiedergutmachung für die zweistelligen Niederlagen im Februar betreiben.   

Beim heutigen Auftaktspiel waren nach ca. 20 Minuten und einem 15:6-Zwischenstand „alle Messen“ für den Gastgeber „gelesen“. Zu groß waren die Überlegenheit in der Spielqualität und Spielauffassung gegen die sich tapfer wehrenden aber hoch unterlegenen Gäste aus Metzingen. Die erste Leipziger „Sieben“ wirkte stabil in Abwehr und Angriff, ohne aber voll gefordert zu werden. Die Kreise von Metzingens Ausnahmespielerin Shenia Minevskaja (5 Tore) wurden gut eingeengt, über eine ordentliche Torhüterleistung von Melanie Herrmann lief der Gegenstoß und im Positionsangriff führten Kombinationen zu Toren. Mit 21:11 ging es in die Pause.

In der zweiten Halbzeit änderte sich nicht viel, außer dass der HC Leipzig mehr Spielerinnen zum Einsatz brachte und die Kräfte verteilte. Saskia Lang und Susann Müller erzielten jeweils neun Tore. Bis zum Schlusspfiff und einem 15-Tore-Sieg für Leipzig blieb der Klassenunterschied offensichtlich.

Am SPORT4Final-Mikro waren:

Maura Visser: „Es war heute gut für uns. Wir hatten ein paar schwere Wochen gehabt. Es war mal gut, sich wieder ein bisschen frei zu spielen. Eigentlich ohne Druck. Ich denke, es sind viele Dinge gelungen und das können wir alles mitnehmen am Mittwoch nach Oldenburg. Wir wollen das unbedingt besser machen. Das letzte Mal haben wir mit zehn Toren verloren. Wir trainieren hart und viel und ich denke, wir sind auf dem richtigen Weg.“

Susann Müller: „Ich denke nicht, dass es ein Spaziergang war. Wir haben heute super gespielt und in der Abwehr gut gedeckt. Am Ende dann ein bisschen nachlässig, aber das müssen wir noch verbessern. Für das Selbstvertrauen war das auf jeden Fall gut. Es war eine gute Vorbereitung für die Auswärtsspiele.“

Trainer Max Berthold: „Wir waren voll konzentriert bei der Sache. Aus unserer Sicht ist das Spiel sehr positiv verlaufen. Wir konnten uns zeitig absetzen mit einem großen Vorsprung. Dann konnten wir auch ein paar Formationen ausprobieren, die wir in Zukunft noch brauchen. Metzingen ist eine Überraschungsmannschaft. Einen Spaziergang würde ich das heute nicht nennen. Jetzt kommen die beiden Spiele, wo wir was gut zu machen haben. Und ich hoffe, dass die Mädels in drei Tagen wieder bereit sind, diese Leistungs- und Laufbereitschaft mitzunehmen und wir werden versuchen, es Oldenburg so schwer wie möglich zu machen.“   

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