Champions-League-Teilnehmer mit klaren Siegen im Pokal

02.10.2013 – SPORT4Final:

Meister und Vizemeister sind gerüstet für den Gruppenstart in der Champions League am Wochenende

Die Champions-League-Teilnehmer HC Leipzig und Thüringer HC sicherten sich mit klaren 10-Toren-Siegen den Einzug ins Achtelfinale des DHB-Pokals. Der derzeitige Bundesliga-Spitzenreiter HC Leipzig siegte problemlos beim Zweitligisten Füchse Berlin mit 34:24. Nach anfänglichen Startschwierigkeiten kam der Pokalverteidiger Thüringer HC in eigener Halle zu einem souveränen 29:19-Erfolg. Beide Mannschaften sind gerüstet für den Start in der Champions League.

Der HC Leipzig zog in Berlin bereits in der ersten Hälfte von 4:4 (7.) auf 6:14 (19.) vorentscheidend davon. Mit dem Stand von 8:19 für den dominant agierenden Favoriten ging es in die Pause. Nach der Pause nahmen die Leipziger das Tempo aus der Partie und der Gastgeber verkürzte bis zur 46. Minute auf 19:26. Mehr war aber für die Berliner an diesem Abend nicht möglich. Der HC Leipzig erhöhte in der Schlussphase sein Torkonto zum 34:24-Sieg.

Pokalverteidiger Thüringer HC benötigte eine Viertelstunde, um richtig ins Spiel zu kommen. Bis zum 7:7 durch Neuzugang Barbosa war sowohl das Abwehr- als auch das Angriffsspiel der Thüringerinnen nicht reif für die Champions League.  [private]

Ohne dem Spiel- und Führungsduo, die verletzte Nadja Nadgornaja und die erkrankte Kerstin Wohlbold, also dem „Herzstück“ des THC, fehlte die Struktur im gebundenen Spiel und im Abwehrverbund. In der 6:0-Deckung wurde die Beweglichkeit, das schnelle Verschieben und die entsprechende Aggressivität sowie der „Körperkontakt“ gegen temporeich agierende Metzinger Gäste vermisst. Diese gingen mit 3:6 in Führung und bestraften konsequent die Lücken in der THC-Verteidigung. Aber auch im Angriff der Gastgeber waren gut durchdachte Spielzüge Mangelware. Mietzner auf der „Königsposition“ im linken Rückraum fand keine Bindung im Spiel. Als Nadgornaja-„Vertreterin“ merkte man ihr die psychologische Belastung in einigen Situationen an, als sie in guten Wurfpositionen den Ball zur nächsten Spielerin „weitergab“. Als Nationalspielerin Althaus Mitte der ersten Hälfte bei 8:7 ins Spiel kam, wurde das Deckungsverhalten insgesamt sowie im Innenblock stabilisiert und über eine offensiver ausgerichtete 6:0 der Gegner zu Fehlern gezwungen, die im Verlauf der ersten Halbzeit noch zu vier Tempogegenstoßtoren führten. Auch Spielmacherin Luzumova kam besser zur Geltung und ordnete die Angriffsaktionen. Sehenswert ihr Hüftwurf zum 14:11 in technisch einwandfreier Manier. Zur Halbzeit schien mit dem 17:12 eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Auch weil März mit 6 und Krause in der zweiten Halbzeit mit 7 gehaltenen Bällen klare Vorteile auf der Torhüterposition hatten.

Der TuS Metzingen verkürzte in den zweiten 30 Minuten noch einmal auf 18:15, ehe der Thüringer HC mit einem 7:0-Lauf auf 25:15 (50.) für das Pokal-Achtelfinale alles klar machte. Endlich zeigte der Thüringer HC seine wiedergewonnene Gefährlichkeit und Spielsicherheit (Luzumova hervorstechend) und zwang die Gäste zu vielen technischen Fehlern. Entscheidend sollte sich aber in dieser Phase die Steigerung in der Abwehrarbeit auswirken. Trainer Müller fand wohl nun seine 6:0-Formation für das Champions-League-Spiel am Sonntag gegen Baia Mare aus Rumänien. Mit Mietzner/Althaus im Innenblock und Luzumova/Barbosa auf den Halbpositionen sollte das Abwehrbollwerk fest stehen. Gäste-Würfe konnten geblockt und Krause im Tor zusätzliche Arbeit abgenommen werden. Das Experiment mit Frey auf Rückraummitte und Auflösen zum 2:4 war indessen nicht erfolgreich. Am Ende gewann der Pokalverteidiger standesgemäß mit 29:19. Die Gäste hatten in der ehemaligen THC-Spielerin Minevskaja (10/3) die erfolgreichste Torschützin des Spiels.

Um erfolgreich mit einem Sieg in die Champions League am Sonntag zu starten, muss es dem Thüringer HC gelingen, mit konstant guter Abwehrleistung und präzisem Tempo- und Positionsspiel über 60 Minuten zu überzeugen. Denn mit einem Sieg in die Gruppenphase der Champions League zu starten, ist sowohl für den deutschen Meister als auch dem HC Leipzig eminent wichtig. Denn beide Teams stehen in ihren zweiten Spielen der „Königsklasse“ am 13. Oktober bei Hypo Niederösterreich (THC) und in der Arena Leipzig gegen den letztjährigen Halbfinalisten Krim Ljubljana vor richtungsweisenden Partien.   [/private]

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