Handball-EM 2014: Gruppe A mit Gastgeber Ungarn

Handball-EM 2014: EHF-EURO 2014

04.12.2014 – SPORT4Final:

Handball-EM: Ausgeglichenheit ist Trumpf bei den Matches in der neuen Audi Arena Győr mit Russland, Polen, Spanien und Ungarn

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live vom Final-Wochenende aus Budapest.

 

Ungarns neue Regisseurin Zsuzsanna Tomorí über Anita Görbicz (Babypause): „Wir werden sie wirklich vermissen. Es gibt keinen Ersatz für sie, so müssen wir noch besser im Team arbeiten.“ Für die Spielerin von FTC Budapest steht fest, dass Ungarn in einer sehr ausgeglichenen und schwierigen Gruppe mit Russland, Polen und Spanien spielt. Wenn der Gastgeber ein gutes EM-Ergebnis erzielen möchte, muss man in der Vorrunde mindestens auf den ersten beiden Plätzen einkommen, obwohl auch der dritte Rang für die Hauptrunde ausreichend wäre. Aber man nimmt ja die Punkte der für die Hauptrunde qualifizierten Teams mit und deshalb wird eine gute Punktausbeute benötigt. Zu den Turnier-Favoriten zählt Zsuzsanna Tomorí „Montenegro, Dänemark, Norwegen, Serbien, Spanien und natürlich Ungarn!“ Ihr Heimatland gewann bei der letzten Europameisterschaft 2012 in Serbien die Bronzemedaille.

Handball-EM 2014: Macarena Aguilar - Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)
Handball-EM 2014: Macarena Aguilar – Foto: Anikó Kovács und Tamás Csonka (Győri Audi ETO KC)

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Spaniens Elisabeth Pinedo Sáenz sieht „Norwegen, Ungarn, Montenegro und natürlich Spanien als heiße Titelanwärter. Eine Medaille zu gewinnen wäre fantastisch für uns in dieser schwierigen Gruppe.“ Spanien belegte jeweils den dritten Platz bei der Handball-Weltmeisterschaft 2011 in Brasilien sowie den Olympischen Spielen 2012 in London. Bei der letzten Europameisterschaft wurde Spanien nur Elfter. Der größte Erfolg bedeutete die EM-Silbermedaille 2008. Zu den europäischen Topspielerinnen, und auch in Deutschland bekannt, zählen Alexandrina Barbosa Cabral (in der letzten Saison beim Thüringer HC) sowie Macarena Aguilar vom zweifachen Champions-League-Sieger Győri Audi ETO KC. 

Ebenfalls in Deutschland und vor allem in Leipzig ist die russische Top-Spielerin Daria Dmitrieva von Dinamo Wolgograd den Handball-Fans wohlbekannt. Für Dmitrieva ist es sehr wichtig, „dass die russischen Fans an uns glauben und wir dann versuchen, besser als die anderen Teams zu spielen. Alle Teams in unserer Gruppe sind gleich stark, haben sich gut vorbereitet und wir müssen in jedem Spiel kämpfen. Aus der anderen Gruppe sind Dänemark und Norwegen die Favoriten.“ Russland ist Rekord-Weltmeister im Frauenhandball (incl. Sowjetunion 7 Titel vor Deutschland/DDR mit 4 Titeln) mit einem Gold-Hattrick 2005, 2007 und 2009. Nach dem letzten WM-Erfolg 2009 begannen die medaillenlosen Jahre und der Umbruch im russischen Handball. Nach den Olympischen Spielen 2012 in London übernahm mit Evgeniy Trefilov einer der erfolgreichen Handball-Trainer der Welt (u.a. auch Champions-League-Sieger mit Zvezda Zvenigorod 2008) wieder das Zepter. Trefilov soll Russland in den kommenden Jahren an die Weltspitze heranführen.

Handball-EM: Karolina Kudlacz bei HC Leipzig vs. FTC Budapest am 21.09.2014 - Foto: Sebastian Brauner
Handball-EM: Karolina Kudlacz bei HC Leipzig vs. FTC Budapest am 21.09.2014 – Foto: Sebastian Brauner

 

Polen als WM-Vierter 2013 in Serbien mit Karolina Kudlacz vom HC Leipzig konnte sich in der EURO-Qualifikation bei drei Niederlagen nur dank der besseren Tordifferenz gegen Tschechien durchsetzen. Auf das WM-Halbfinale sowie die diesjährige Erwartungshaltung angesprochen, antwortete die erfahrene Abwehrspezialistin Iwona Niedzwiedz, dies sind „verschiedene Turniere und unterschiedliche Situationen. Im vergangenen Jahr war die polnische Mannschaft relativ ‚unbekannt‘ für die meisten Gegner. Dieser Status hat sich geändert. Die Gruppe ist stark, aber das polnische Team ist auch stark.“ Seit 2010 ist der 42-jährige Däne Kim Rasmussen polnischer Nationaltrainer. Mit intensiver Arbeit und mit einer sportlichen Verbissenheit trainiert er seine Mannschaft. Die Teilnahme an der WM 2013 und nunmehr der Handball-EM 2014 ist zugleich ein großer Mannschaftserfolg. 

Spielplan:

   7. Dezember:    18:00              Spanien vs. Polen

                           20:30              Ungarn vs. Russland

   9. Dezember:   18:15                Russland vs. Spanien

                           20:30              Polen vs. Ungarn

 11. Dezember:   18:15                Russland vs. Polen

                           20:30              Ungarn vs. Spanien

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