HC Leipzig-Trainer Thomas Ørneborg: „An einem schlechten Tag ein enges Spiel gewonnen.“

24.09.2013 – SPORT4Final:

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp beim Trainingsbesuch des HC Leipzig im Gespräch mit Thomas Ørneborg

Der Cheftrainer beim deutschen Rekordmeister, HC Leipzig, hat es nicht nur bei schwierigen Auswärtssiegen wie in Göppingen (33:31) nicht so leicht. Manchmal auch im Training, wenn ihm die Presse auf den Pelz rückt. Und Fragen stellt, die der Trainer gern beantwortet.

Thomas Ørneborg mit Maura Visser (3) und Karolina Kudlacz (14) -  Foto: Sebastian Brauner
Thomas Ørneborg mit Maura Visser (3) und Karolina Kudlacz (14) – Foto: Sebastian Brauner

Für Trainer Ørneborg war die wichtigste Erkenntnis des Spiels, dass seine Frauen     [private]

„an einem schlechten Tag ein enges Spiel mit Kampf- und Teamgeist noch drehen und gewinnen konnten.“ Wem so etwas gelänge, könne am Ende auch Meisterschaften gewinnen, so der nachfragende Journalist. Da hätte ich zwar Recht, aber so weit wollen wir natürlich noch nicht denken, so der Cheftrainer. Seinen Worten nach waren in Göppingen in der 2. Halbzeit Torhüterin Melanie Herrmann, Susann Müller und die Umstellung auf das 5:1-Deckungssystem die Sieggaranten. Auch der Innenblock steigerte sich in der entscheidenden Spielphase. Insofern habe seine Mannschaft nun zwei spielfähige Abwehrsysteme. Soweit, so gut.

Hat sich denn schon in der Startphase der Bundesliga eine Stammformation, speziell im Rückraum, herausgebildet, wurde weiter gefragt. „Wir brauchen alle 7 Spielerinnen, lassen auch rotieren.“ Michelle Urbicht sei auf einem guten Entwicklungsweg, so Ørneborg.

Da aber die Gruppenphase der Champions League bereits in der kommenden Woche mit dem Spiel in Metz (5. Oktober) startet, stelle sich die Frage, ob im Training schon gezielter auf Metz oder sogar auf Susann Müllers Ex-Klub und Mitfavoriten Krim Ljubljana (1. Heimspiel am 13. Oktober) hingearbeitet werde. „Wir konzentrieren uns immer auf das nächste Spiel, dem Pokalspiel bei den Füchsen Berlin (2. Oktober). Dies werde auch sehr schwer und muss erst gewonnen werden.“ Danach gehe es in die Vorbereitung auf das Auswärtsspiel in Metz. Zumal man ja Metz von der Handball-Fiesta in Győr kenne. Nach dem Abwehrsystem gefragt, antwortete der Cheftrainer, dass Metz die klassische 6:0-Deckung spiele. Zu Ljubljana ließ er sich nichts Greifbares entlocken. Noch nicht.

Nur noch folgendes: Ob sein Team auf Manndeckungssituationen für Susann Müller vorbereitet und eingestellt sei, kam die schnelle Antwort „natürlich“. Zumal auch in der Bundesliga bereits einige Gegner dies praktiziert hätten. Und gute Sperren als Gegenantwort, so der nachfragende Journalist, wurde seinerseits mit einem Cheftrainer-Lächeln, „natürlich“ und das „bekommen wir schon hin“ gekontert. Die nächste Frage zum schnellen Umkehrspiel dann eben erst in der kommenden Woche …    [/private]

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