SC DHfK Leipzig bezwingt Erstligist HSG Wetzlar 33:32

16.08.2013 – PM:

Mit einem 33:32 (16:17) – Überraschungssieg gegen Erstligist HSG Wetzlar ist der SC DHfK Leipzig in das internationale Vorbereitungsturnier „Champions Cup“ gestartet. Vor rund 100 Zuschauern in der Rischmühlenhalle Merseburg war Neuzugang Philipp Weber mit sieben Treffern bester Werfer der Grün-Weißen. Die Entscheidung fiel nach einem 29:29 nach regulärer Spielzeit erst im Siebenmeterwerfen, bei dem sich die Leipziger mit 4:3 durchsetzen konnten. Am Samstag um 17 Uhr treffen die Zweitliga-Handballer nun ebenfalls in Merseburg auf den Gewinner der Partie zwischen St. Raphael Var Handball und Dinamo Minsk.

Philipp Weber - SC DHfK Leipzig - Foto Rainer Justen
Philipp Weber – SC DHfK Leipzig – Foto Rainer Justen

Die DHfK-Spieler ließen von Anfang an keinen Klassenunterschied zwischen Zweit- und Erstligist erkennen und zeigten vor allem eine kompakte und kämpferische Defensive mit Gabor Pulay als starken Rückhalt, auch wenn im Abschluss und im Tempospiel aufgrund mehrerer Fehlabspiele und –würfe noch Defizite erkennbar waren. Beim 4:3 hatten die Leipziger die erste Führung inne, auch wenn die Wetzlarer, die mit zahlreichen Nationalspielern, wie den Deutschen Steffen Fäth und Kevin Schmidt sowie „Transferhammer“ Ivano Balic auf dem Feld standen, wieder auf 9:11 davon zogen. Doch Leipzig gab nicht auf und glich zum 12:12 (21.) aus und ging sogar mit 14:12 in Führung. Anschließend spielte der Erstligist cleverer, sodass die Hessen mit einer Ein-Tore-Führung (16:17) in die Pause gingen.

In Hälfte zwei legte das Team von DHfK-Trainer Christian Prokop noch eine Schippe drauf. Durch eine engagierte Leistung und einem überragenden Pulay im Kasten drehten die Leipziger die Partie abermals von 18:19 (34.) über 23:22 (46.) zum 25:22 (49.). Beim 28:26 (56.) hatten die Sachsen den Sack bereits fest zugeschnürt, doch wenig später verwandelte Kevin Schmidt per Siebenmeter eine Minute vor Schluss zum 29:28-Anschlusstreffer. Trainer Christian Prokop nahm 28 Sekunden vor Ende die Auszeit zum letzten Angriff, doch beim angezeigten Zeitspiel kamen die Leipziger nicht zum Torerfolg, stattdessen glichen die Wetzlarer mit dem Abpfiff aus. Im anschließenden Siebenmeterwerfen trafen beide Teams bei drei Würfen zweimal, ehe der für diesen letzten Siebenmeter extra statt Pulay im Tor stehende Henrik Ruud Tovas parierte und Pavel Prokopec verwandelte.

„Wir haben sehr couragiert und diszipliniert über die gesamte Partie durchgehalten. In den Phasen, wo wir ein bisschen geschwommen sind, hat uns Gabor Pulay im Spiel gehalten. Vor allem in der Deckung waren wir stabil, nur im Angriff haben wir zwischenzeitlich bei der gegnerischen 5:1-Deckung Probleme bekommen“, erklärt Trainer Christian Prokop nach der Partie.

SC DHfK: Pulay (TH), Tovas (TH, 2 7m) – Streitenberger 3/1, Krzikalla 2, Binder 1, Jonsson 2, Roscheck 1, Boese 5/4, Weber 7, Prokopec 5/1, Göde 1, Feld 2, Seitle 3/1

 

Matthias Gerlich mit Mikrofraktur im Ellenbogen – Rückraumspieler fällt zwei Wochen aus

Nach eingehender MRT-Untersuchung am Donnerstag im Universitätsklinikum Leipzig durch Teamarzt Dr. Pierre Hepp wurde bei Matthias Gerlich eine Mikrofraktur im Ellenbogen des rechten Wurfarms festgestellt. Somit fällt der linke Rückraumspieler für mindestens zwei Wochen und somit auch den Pflichtspielauftakt beim DHB-Pokal gegen Drittligist SV Henstedt-Ulzburg am 23. August in der Ernst-Grube-Halle der Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig aus.

„Das ist ein harter Rückschlag, denn wir wollten uns weiter beim Champions Cup am Wochenende und der weiteren Vorbereitung auf die kommende Saison einspielen. Letztendlich müssen jetzt andere Spieler wie Pavel Prokopec, Philipp Weber und Alexander Feld in die Bresche springen. Natürlich hoffen wir auf schnelle Genesung bis zum Ligaauftakt, zumal ja Matthias auch im Mittelblock eine gute Rolle gespielt hatte und wir jetzt auch dort umstellen müssen“, so Trainer Christian Prokop in einem ersten Statement zur Verletzung.

Der SC DHfK Leipzig startet am 31. August gegen den Erstliga-Absteiger TV Großwallstadt in seine dritte Zweitliga-Saison in Folge. Währenddessen konnte Pavel Prokopec nach einem Schlag auf die Schulter und einem daraus entstandenen Bluterguss gegen Wetzlar mitwirken. Ebenso kam Alexander Feld trotz Muskelverhärtung zum Einsatz. 

 

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