Handball-WM 2013 Serbien:Rumänien siegt–Ungarns Einbruch

12.12.2013 – SPORT4Final:

Handball-WM 2013 Serbien:

Gruppe D: Rumänien vs. Ungarn  21:17 (8:10) in Novi Sad

Überraschung – Sensation! Bei der Handball-WM 2013 in Serbien bezwingt Rumänien in der Gruppe D mit einem Klasse-Finish und großem Kampfeswillen in den letzten 10 Spielminuten den WM-Mitfavoriten Ungarn deutlich mit 21:17 Toren. Nach Rumäniens 23:26-Niederlage gegen die deutsche Mannschaft am Vortag zeigte sich das Team der herausragenden Torhüterin und ausgezeichneten „Matchplayerin“ Paula Ungureanu (41 %-Quote) nervlich und spielerisch in guter Verfassung. Nicht die ungarische Niederlage sondern die Art und Weise des Zustandekommens war sensationell.

 

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Denn nach der ungarischen 14:11-Führung in der 41. Minute gelangen den Frauen um Anita Görbicz gegen die knallharte rumänische Abwehr in knapp 20 Minuten nur noch drei Tore. Beim 15:15 nach 48 Minuten, bis zu diesem Zeitpunkt hatte Rumänien 10 gegenüber 2 Strafminuten Ungarns, schien das von vielen Zuschauern unterstützte Spiel des ungarischen Teams völlig auseinander zu brechen. Selbst Görbicz entglitt das Spiel – eigene Torgefahr nach 5 Treffern in Hälfte eins fast Mangelware mit zwei „Törchen“ (ein Siebenmeter) in Hälfte zwei. Zudem häuften sich technische Fehler und vergebene freie bzw. gehaltene Bälle der rumänischen Torhüterin. So konnte Rumänien mit einem 6:2-Lauf in den verbleibenden 12 Spielminuten die Begegnung noch drehen.

Neben dem finalen Endspurtvermögen der rumänischen Mannschaft war ein weiterer Vorteil an diesem Abend, dass sich 9 Spielerinnen in die Torschützenliste eintragen konnten und somit von allen Positionen rumänische Gefährlichkeit ausging. Bei den Ungarn trafen nur 5 Spielerinnen (Görbicz 7, Zacsik 4, Tomori und Bulath je 2 Tore) und der Positionsangriff war insgesamt ausrechenbarer. Bei annähernd gleich hoher Wurfeffizienz (50:47 %), technischen Fehlern (13:14) gab eben die Torhüterinnenleistung (41:25 %) den Ausschlag für den Erfolg. Vielleicht auch der etwas größere Kampfeswille der Rumäninnen, die unbedingt gewinnen mussten, um sich noch eine Chance auf den Gruppensieg zu erhalten. Dieser Gruppensieg führt nun am letzten Spieltag nur über Deutschland, das sich sogar eine knappe Niederlage gegen Ungarn leisten könnte, wenn Rumänien nach einem Sieg über Tschechien punktgleich mit beiden wäre. Bei einem Unentschieden zwischen Deutschland und Ungarn ist Deutschland in jedem Fall Sieger der Vorrundengruppe D.

Stimmen nach dem Spiel:

Gheorghe Tadici (Trainer Rumänien): „Ich bin wegen des Sieges sehr glücklich. Mein Team hat sehr hart gearbeitet und stark gespielt.“

Andrea Manea (Rumänien): „Herzlichen Glückwunsch an Ungarn für die Art, wie sie  gekämpft haben. Wir wollten diesen Sieg.“

Janos Hajdu (Trainer Ungarn): „Ich möchte Rumänien gratulieren. Sie hatten eine gute Verteidigung. In Spielen wie diesen ist es nicht möglich, mit 17 Toren zu gewinnen.“

Eva Kiss (Ungarn): „Es tut mir leid, dass wir nicht vor einem so großen Publikum gewonnen haben. Wir werden morgen gewinnen.“

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