FC Hansa Rostock: Coach Christian Brand „Das letzte Momentum nicht auf unserer Seite“

FC Hansa Rostock: Coach Christian Brand „Das letzte Momentum nicht auf unserer Seite“ - Foto: FC Hansa Rostock
FC Hansa Rostock: Coach Christian Brand „Das letzte Momentum nicht auf unserer Seite“ – Foto: FC Hansa Rostock

FC Hansa Rostock Coach Christian Brand: „Ich als Trainer orientiere mich an den Fakten, an den Spielern, die wir haben und an der Situation, in der wir sind.“

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp sprach mit Christian Brand vor dem Top-Match gegen MSV Duisburg und wird live vom Match aus dem Rostocker Ostseestadion berichten.

Ein „Spiel der Wahrheit“ womöglich schon für den FC Hansa Rostock und seinen Chefcoach Christian Brand: Die Hansa-Kogge empfängt am 31. Spieltag der dritten Fußball-Liga den Spitzenreiter und heißen Aufstiegsanwärter MSV Duisburg. Das Hinspiel gewann Rostock mit 1:0 durch ein Tor von Marcel Ziemer.

Seit dem 23. Spieltag am 19. Februar 2017 mit dem 1:0-Heimerfolg gegen den Halleschen FC hat der FC Hansa Rostock nicht gewonnen. Fünf Unentschieden und zwei Niederlagen stehen zu Buche. Die Rostocker fielen vom 12. auf den 15. Tabellenplatz zurück. Der erwünschte Erfolg blieb aus. Der Trainer steht in der Kritik. Verletzungen und Trainingsrückstände (u. a. Garbuschewski, Stevanovic, Grupe) sowie mannschaftsinterne Querelen um Tobias Jänicke prägten die letzten Wochen.

Christian Brand auf der Pressekonferenz: „Es geht um Hansa. Um mich mache ich mir die wenigsten Sorgen. Jänicke ist wieder in der Verlosung für die Teamplätze gegen Duisburg. Es kann sein, dass er nach Paderborn und Osnabrück wieder dabei ist.“

04.04.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp
SPORT4FINAL-Chefredakteur Frank Zepp

Herr Brand, warum wird Ihre Mannschaft nach einer unzufriedenen Serie der letzten Wochen ausgerechnet gegen Liga-Spitzenreiter MSV Duisburg gewinnen?

Christian Brand: „Im Fußball ist das Schöne, es geht immer wieder bei Null zu Null los. Und da hat man immer, gerade in einer englischen Woche, die neue Chance. Man muss nicht groß trainieren und die Köpfe nicht noch groß frei bekommen. Man gibt Gas, freut sich drauf und spielt – los geht’s.“

Hat Ihre Mannschaft beim Selbstvertrauen und der Mentalität derzeit Defizite?

Christian Brand: „Ja, das ist für alle Mannschaften der Welt eine ganz wichtige Geschichte. Wenn ich Selbstvertrauen und Erfolgserlebnisse habe, dann geht alles leichter und es läuft sich auch leichter nach vorn und hinten. Wenn du so lange nicht gewonnen hast wie wir. Dann ist das Selbstvertrauen in sich zum Bersten. Ich denke schon, dass die Jungs es gegen Duisburg hin kriegen.“

Wie kann man taktisch Duisburg bezwingen?

Christian Brand: „Duisburg hat ein paar Probleme von der Grundschnelligkeit im Defensiv-Bereich. Wenn man sie aggressiv bespielt und immer einen Schritt schneller ist, dann hat man sicherlich eine große Chance.“

Ich habe Ihre Mannschaft gegen Zwickau mit sehr guten 60 Minuten gesehen. Nun gegen Osnabrück verloren. Fehlt Ihrem Team der letzte „sportliche Drive“?

Christian Brand: „Ja, es ist so. Es ist manchmal auch nicht zu erklären. Man macht ja viele Dinge auch richtig. Es gibt ja nicht nur schwarz und weiß. Es gibt auch Farbtöne dazwischen. Auch gute und helle Farbtöne. Das gibt es auch in unseren Spielen. Deshalb kommen wir in solche Situationen. Wir haben ja nicht oft verloren sondern unfassbar häufig unentschieden gespielt. Manchmal war auch das letzte Momentum nicht auf unserer Seite. Es wird einfach mal wieder Zeit, das Glück zu haben und unsere Leistung auch zu belohnen.“

Die Fragen der Pressekollegen offenbarten Kritik an Ihrer Person. Sie wirken aber kämpferisch und wollen das Ding „Klassenerhalt“ noch reißen?

Christian Brand: „Absolut. Ich weiß ja um die Schwere der Situation. Hansa Rostock hat viele Jahr der Depression hinter sich. Klar, die Erwartungen sind immer hoch gerade bei einem Traditions-Verein. Das ist auch alles verständlich. Ich als Trainer orientiere mich an den Fakten, an den Spielern, die wir haben und an der Situation, in der wir sind. Und von daher sehe ich alles ernst und realistisch. Wir sind nicht auf einem Abstiegsplatz und haben vier Punkte Vorsprung. Das muss man so annehmen.“

Vielen Dank für das Interview und viel Erfolg, Herr Brand.

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