Handball WM 2017 Testspiel: Deutschland bezwang Rumänien mit „Matchplayer“ Silvio Heinevetter

Handball WM 2017 Test: Deutschland bezwang Rumänien mit „Matchplayer“ Silvio Heinevetter - Foto: Sascha Klahn/DHB
Handball WM 2017 Test: Deutschland bezwang Rumänien mit „Matchplayer“ Silvio Heinevetter – Foto: Sascha Klahn/DHB

Handball WM 2017 Testspiel: Im ersten von zwei Testspielen vor der Handball-Weltmeisterschaft in Frankreich gewann die deutsche Handball-Nationalmannschaft gegen das nicht für die Titelkämpfe qualifizierte Rumänien mit 30:21 (17:9) Toren vor 7.300 Zuschauern in Krefeld. 

Einer überzeugenden ersten Halbzeit mit einer Weltklasse-Leistung von „Matchplayer“ Torhüter Silvio Heinevetter (14 Paraden) folgte nach der Pause eine über weite Strecken durchwachsene Leistung mit 9 technischen Fehlern und Problemen im Angriff der „bad boys“.  

03.01.2017 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg
SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp im Scandinavium Göteborg

Handball WM 2017 Testspiel: Bundestrainer Dagur Sigurdsson gab bis auf den leicht verletzten Tobias Reichmann allen Spielern Einsatzzeiten. Obwohl dadurch auch der Spiel-Rhythmus phasenweise unterbrochen wurde, konnte die erste Spielhälfte mit der derzeit vermeintlichen „Stammformation“ überzeugen. Die größten Potentiale der DHB-Auswahl könnten aber bei der Weltmeisterschaft die variablen Einsatzmöglichkeiten vieler Spieler auf mehreren Positionen sein. 

Deutschland scheint schon für die WM-Titelkämpfe gewappnet zu sein, obwohl nach harten Trainingseinheiten manche Beine noch schwer wirkten. Im Tempogegenstoß sowie variablen Abwehrverhalten mit Finn Lemke und Patrick Wiencek im Innenblock und auf der Spielmacherposition mit Simon Ernst wächst ein Spielgerüst zusammen.  

Bei der Weltmeisterschaft warten schon in der Vorrunde mit Auftaktgegner Ungarn und Kroatien im letzten Vorrunden-Match schwerere Kaliber als Rumänien über weite Strecken des Spiels war. Deshalb sind konzentrations- und abschlussschwächere Phasen des deutschen Teams in der zweiten Halbzeit wichtige Indizien für die künftigen Trainingseinheiten. 

„Wir haben viel durchgewechselt. Das ist auch schwierig für die Spieler“, meinte Bundestrainer Dagur Sigurdsson nach dem Testspiel. Für Silvio Heinevetter „stand die Abwehr schon sehr gut und ich hatte es leichter dahinter.“ Kapitän Uwe Gensheimer erkannte auch in der zweiten Hälfte, dass „wir die Konzentration ein Stückchen weit vermissen ließen und im Angriff zu viele technische Fehler unterliefen.“ 

Deutschland führte erstmals mit zehn Toren beim 20:10 in der 37. Minute. Ab dem 23:13 (41.) bis zum 26:20 (50.) kam Rumänien wegen der nachlassenden deutschen Performance besser ins Spiel. Danach dominierte die DHB-Auswahl wieder und Andreas Wolff konnte einen Siebenmeter parieren. Am 9. Januar steht Österreich zum letzten Test-Match für die „bad boys“ bereit. 

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