Champions League: Thüringer HC mit hausgemachter „Schlüsselspiel-Niederlage” gegen Wolgograd

08.02.2015 – SPORT4Final / Frank Zepp:

Champions League Hauptrunde: 2. Spieltag

Gruppe 1: Thüringer HC vs. Dinamo Wolgograd HK 30:33 (13:14) vor 1.950 Zuschauern in der Wiedigsburghalle Nordhausen

  • Thüringer HC mit schwächerem Spiel angesichts durchlässiger „roter Wand“ im Abwehrverbund (bspw. 6:10 nach 12 Minuten) und bei ineffizienter Chancenverwertung über das ganze Spiel mit vermeidbarer, hausgemachter Heimniederlage

  • Anzahl der technischen Fehler auf beiden Seiten sehr hoch: 9:7 nach erster Halbzeit und 13:10 nach Spielende

  • Nach Spielführung (20:19 und 21:20 – 39.) wurden durch die zu späte Rücknahme des taktischen Mittels mit der siebenten Feldspielerin (Kerstin Wohlbold) drei Gegentore dem Gegner „geschenkt“, wodurch Wolgograd wieder ins Match (21:25 – 43.) und mental „Oberwasser“ bekam sowie auf die Siegerstraße gelangte

  • Zweite THC-Keeperin Dinah Eckerle als „THC-Matchplayerin“, als sie in der zweiten Halbzeit sieben Bälle parierte und den deutschen Meister im Spiel hielt

  • Wolgograd diktierte in vielen Phasen speziell durch den durchschlagsstärkeren Rückraum mit Olga Akopian (8 Tore), Spielmacherin Anna Kochetova (8 Tore), Polina Vedekhina (4 Tore), Daria Dmitrieva (2 Tore) sowie der besseren Torhüterleistung von Anna Sedoykina (18 Bälle ggü. 12 auf THC-Seite) das Match

  • Erfolgreichste Torschützinnen beim Thüringer HC: Sonja Frey (7 Treffer) und Nadja Nadgornaja (6 Treffer – alle in zweiter Hälfte)

  • Viertelfinal-Chancen des Thüringer HC (4 Punkte) in der Champions League durch diese Niederlage erheblich gesunken – Wolgograd mit 8 Punkten fast im Quarterfinal-Ziel

  • Nächstes „Schlüsselspiel“ am kommenden Wochenende beim HC Leipzig (6 Punkte)

Champions League - Foto: Thüringer HC
Champions League – Foto: Thüringer HC

„Spielfilm“:

6:10 (12.); 9:10 (17.); 9:13 (22.); 13:14 (HZ)

21:20 (39.); 21:25 (43.); 25:26 (48.); 26:27 (52.); 27:31 (57.); 30:33 (EST)

Stimmen zum Spiel (PM THC):

Viktor Ryabykh (Dinamo Wolgograd): „Danke für die Glückwünsche. Ihr habt ein tolles Team und einen tollen Trainer. Im Rückspiel stehen die Chancen erneut 50:50.“

Herbert Müller (Thüringer HC): „Wir haben am Anfang die Zweikämpfe verloren. Waren dadurch sehr deutlich im Rückstand. Haben uns dann auf unsere eigene Art und Weise wieder heran gekämpft. Der Anfang der zweiten Halbzeit war gut und wir haben sogar geführt. Dann haben wir einfach nicht clever genug gespielt und die Bälle einfach weggeworfen. Unser taktisches Mittel mit der siebten Feldspielerin, was uns sonst so oft geholfen hat, ging heute völlig in die Hose.“

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