Handball-EM: Gruppe D mit Titelverteidiger Montenegro

Handball-EM 2014: EHF-EURO 2014

06.12.2014 – SPORT4Final:

Handball-EM 2014: Spannung und Emotionen in der Gruppe D mit Europameister Montenegro, Vizeweltmeister Serbien, Frankreich und der Slowakischen Republik in Osijek

SPORT4Final-Redakteur Frank Zepp berichtet live vom Final-Wochenende der Handball-EM aus Budapest.

Wer Titelverteidiger Montenegro nicht wieder zu den heißesten Anwärtern auf den Europameister-Thron zählt, ist nicht bereit, Eulen nach Athen zu tragen.

Das Gerüst der Mannschaft kommt vom Champions-League-Sieger von 2012 sowie Europas Vize-Champion in der Königsklasse 2014, Buducnost Podgorica. Und nach dem sensationellen Jahr 2012 mit dem Europameistertitel nach zweifacher Final-Verlängerung gegen Norwegen und der Silbermedaille bei den Olympischen Spielen (Finalniederlage gegen Vize-Europameister Norwegen) will man nun nach einer verkorksten Weltmeisterschaft 2013 mit Platz 11 durch die Achtelfinal-Niederlage von 21:22 gegen Dänemark wieder den Angriff auf Europas Gipfel starten. Schlüsselspielerinnen wie

Handball-EM: Drei europäische Topspielerinnen im Finale der Champions League 2014 - Cristina Neagu (Buducnost), Katarina Bulatovic (Györ) und Dragana Cvijic (Buducnost) - Foto: EHF Media
Handball-EM: Drei europäische Topspielerinnen im Finale der Champions League 2014 – Cristina Neagu (Buducnost), Katarina Bulatovic (Györ) und Dragana Cvijic (Buducnost) – Foto: EHF Media

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Torhüterin Sonja Barjaktarovic, die 2012 ins EM-All-Star-Team gewählten Katarina Bulatovic (Buducnost) und Jovanka Radicevic (Vardar Skopje) sowie Startrainer Dragan Adzic, er ist der erfolgreichste Trainer in der montenegrinischen Handball-Geschichte, sind Erfolgsgaranten der besonderen Qualität.

Katarina Bulatovic ist sich sicher, dass „es ist nie leicht ist, eine Trophäe zu verteidigen. Es ist eine sehr schwierige Gruppe einer Europameisterschaft, wo die besten Mannschaften und die besten Spieler der Welt teilnehmen.“ Sie mag es nicht, „als Schlüsselfigur angesehen zu werden. Ich bevorzuge, uns als ein Team von 16 Spielerinnen zu sehen, das zusammen kämpft.“ Cheftrainer Adzic hat ein lebendiges, leidenschaftlich agierendes Team mit Leuten wie Biljana Pavicevic und Milena Knezevic zusammen. Montenegro nimmt die Herausforderung der Handball-EM 2014 als Titelverteidiger an.

Frankreich als WM-Sechster 2013 und Handball-EM-Neunter 2012 gehört sicher zu dem erweiterten Favoritenkreis der Titelkämpfe. Zu den größten Erfolgen gehören der Weltmeistertitel 2003 sowie der zweite Platz 2009 und 2011. Bei Europameisterschaften wurde 2006 mit Platz drei die bislang beste Platzierung erzielt. Für Gnonsiane Niombla (spielt bei Fleury mit Alexandrina Barbosa) ist Frankreich auf einem guten Entwicklungsweg: „Wir haben ein gutes Team und wenn wir zusammen spielen, haben wir die Chance, eine Medaille mit nach Hause zu bringen. Es ist eine sehr schwierige Gruppe. Montenegro hat ein sehr gutes Team mit herausragenden Einzelspielerinnen und die Serben sind sehr talentiert. Norwegen, Montenegro, Dänemark, Spanien und Frankreich können alle Europameister werden.“ Trainer Alain Portes übernahm im Juni 2013 das Zepter von Olivier Krumbholz und wurde sofort WM-Sechster in Serbien 2013. Zu den Führungsspielerinnen gehören Torhüterin Amandine Leynaud (Skopje), Siraba Dembele (Skopje) und Allison Pineau (RK Krim Ljubljana).

Vizeweltmeister 2013 und EM-Vierter Serbien gehört ebenfalls zu den großen Titelanwärtern und besitzt ein starkes Team mit großen Individualleistungen mehrerer Spielerinnen. Im All-Star-Team der Heim-WM 2013 waren Kreisläuferin Dragana Cvijic (Buducnost) und Sanja Damnjanovic (Viborg) zu finden. Die Welthandballerin 2013, Andrea Lekic (Skopje), schaffte überraschenderweise nicht den Sprung in das WM-Top-Team. Als großer Star der Mannschaft hat sie nicht allein den großen Druck: „Ich fühle mich glücklich über die Verantwortung und die Erwartungen, und außerdem haben wir andere gute Spielerinnen in unserem Team. Auch mit unseren fantastischen Fans wird es schwer, auch, weil bei dieser Meisterschaft extrem gleichstarke Teams sind. Favoriten sind wirklich schwer vorherzusagen, aber in der Regel lastet ein zusätzlicher Druck auf die Heim-Teams Kroatien und Ungarn.“ Serbien präsentiert eine starke Mannschaft, die mit der Maximalpunktzahl in die Hauptrunde möchte. Cheftrainer Sasa Boskovic ist seit 2011 im Amt.

Die Mannschaft der Slowakischen Republik wird in dieser Handball-EM-Gruppe wohl nicht über eine Außenseiterrolle hinaus kommen. Für Lucia Gubikova (Iuventa Michalovce) ist es „wirklich ein Erfolg für unser Team bei dieser Meisterschaft teilzunehmen. Unser Land war nicht in den letzten 20 Jahre beteiligt. Jetzt haben wir die Chance gegen die besten Handball-Teams und Top-Spielerinnen zu spielen. Es ist eine große Ehre für uns. Ich hoffe und glaube, dass wir viel lernen können.“ Lydia Jakubisova ist aktuell die einzige Spielerin, die in der EHF Champions League mit dem Thüringer HC unterwegs ist. Die meisten Spielerinnen kommen aus der gemeinsamen tschechisch-slowakischen Liga. Cheftrainer Dusan Poloz trainiert seit Juli 2013 die slowakische Nationalmannschaft. Seit 2012 ist er auch Trainer bei DHK Banik Most. Er gewann mit Most in der Saison 2012/13 den EHF Challenge Cup.

Spielplan:

  8. Dezember: 18:00 Frankreich vs. Slowakei

                                   20:15              Montenegro vs. Serbien

10. Dezember: 18:00 Serbien vs. Frankreich

                                   20:15              Slowakei vs. Montenegro

12. Dezember: 18:00 Montenegro vs. Frankreich

                                   20:15              Serbien vs. Slowakei

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