Barca gegen Vardar im Duell der Champions


Handball VELUX EHF Champions League: FC Barcelona vs. Rhein-Neckar Löwen am 2. März 2019 im Palau Blaugrana - Foto: Rolf Bernardi
Handball VELUX EHF Champions League: FC Barcelona vs. Rhein-Neckar Löwen am 2. März 2019 im Palau Blaugrana – Foto: Rolf Bernardi

Handball Champions League VELUX EHF FINAL4: Der FC Barcelona kann als erstes Team zum dritten Mal in Köln (nach 2011 und 2015) den Pokal gewinnen. Barca schlug HC Vardar Skopje bereits zweimal in dieser Saison in der Gruppenphase.

Vardar als Sieger von 2017 ist die einzige Mannschaft, die im EHF FINAL4 die dritte Saison in Folge dabei ist. Barca trifft auf Vardar im Duell der Champions im 2. Halbfinale. Referees: Zigmars Sondors und Renars Licis (Lettland).

Für das Handball VELUX Champions League EHF Final4 am 1. und 2. Juni in der Kölner LANXESS Arena haben sich der FC Barcelona, Telekom Veszprem, Vardar Skopje und PGE Vive Kielce qualifiziert.

SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp berichtet live vom VELUX EHF Final4 aus Köln.

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28.05.2019 – EHF Media + SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Champions League VELUX EHF FINAL4 Köln 2019: Auf der einen Seite steht der Rekordsieger der Champions League und Top-Favorit in diesem Jahr, der um seinen neunten Triumph kämpft. Als Kontrahent und hoch motivierter „Außenseiter“ im Semifinale wird Vardar Skopje alles daran setzen, um den Favoriten nicht zum dritten Mal in Folge unterlegen zu sein. In Bezug auf die Ergebnisse der Gruppenphase dieser Saison geht der FCB als Favorit gegen Vardar in das zweite Halbfinale. Aber frühere Ereignisse haben in Köln bewiesen, dass Favoriten nicht immer gewinnen.

Die Fakten im Einzelnen:

• Barcelona kann die erste Mannschaft sein, die den Titel zum dritten Mal in Köln gewinnt.

• Barca-Kapitän Victor Tomas und Vardars Rechtsaußen Ivan Cupic können beide zum dritten Mal den Titel gewinnen.

• Barcelonas Kreisspieler Ludovic Fabregas könnte den Titel ein zweites Jahr in Folge nach dem Triumph mit Montpellier im Jahr 2018 gewinnen.

• Vardars Dainis Kristopans (80 Tore) liegt hinter Alex Dujshebaev (88) von Kielce in der Torschützen-Liste der Saison ganz vorn.

Der FC Barcelona musste in der Vergangenheit schmerzliche Niederlagen als Favorit des Final4-Turniers hinnehmen: Beim VELUX EHF FINAL4 2013 wurde das Finale gegen Hamburg in der Verlängerung und 2014 das Halbfinale gegen Flensburg-Handewitt nach Siebenmeterwerfen verloren. Im Jahr 2017 unterlag Barca im Halbfinale gegen Vardar Skopje mit 26:25 in letzter Sekunde durch ein Tor von Luka Cindric. Es ist Barcas siebenter Auftritt beim EHF FINAL4, was Barcelona zum Rekord-Teilnehmer macht. Zweimal gewannen sie die Trophäe in der LANXESS Arena gegen Ciudad Real (2011) und gegen Veszprem (2015).

Das Team von Cheftrainer Xavier Pascual spielt eine unglaublich starke internationale Saison. Nach der Eröffnungs-Niederlage gegen die Rhein-Neckar Löwen wurden neun Gruppenspiele hintereinander gewonnen, darunter zweimal gegen den anstehenden Halbfinal-Gegner Vardar (30:26 und 34:26). Das spanische Team erlitt eine zweite Niederlage gegen Veszprem, stand aber schon als Gewinner der Gruppe A fest. Im Viertelfinale besiegte der FCB den Finalisten des vergangenen Jahres HBC Nantes (32:25, 29:26). Sogar die Verletzung des dänischen Neuzugangs und Torschützenkönig Casper Mortensen hielt den Barca-Express nicht auf. Wie Mortensen haben sich zwei weitere Neue im Kader verbessert: Torwart Kevin Möller, der Borko Ristovski ersetzte und Ludovic Fabregas, Nachfolger von Viran Morros.

Beim Gegner im Halbfinale, Vardar Skopje, kann Ivan Cupic, der 2016 mit Kielce und mit Vardar 2017 gewann, seinen dritten Titel in Folge erringen. Viele großen Namen, darunter Arpad Sterbik, Joan Canellas, Luka Cindric, Jorge Maqueda und Trainer Raul Gonzalez, verließen den Verein nach der vergangenen Saison. Vardar wurde insofern in dieser Saison nicht in Köln erwartet, aber das Team nutzte die Chancen unter dem neuen Trainer Roberto Parrondo. Vardar war Dritter in der Gruppe A und schlug Zagreb zweimal im Achtelfinale. Im Viertelfinale wurde Szeged im Heimspiel mit 31:23 bezwungen. Vardar konnte im Rückspiel einen Neun-Tore-Rückstand verkürzen und sich somit erneut für das VELUX EHF FINAL4 qualifizieren.

Vardar Skopje konnte den FC Barcelona in den letzten 15 Spielen nur zweimal bezwingen. Aber Vardars Kapitän Stojanche Stoilov ist immer noch optimistisch: „Es macht nicht all zuviel Unterschied. Wir kennen sie so gut wie sie uns kennen. Wir verloren zweimal gegen sie in der Gruppenphase, aber in Köln ist es anders.“ Barcas Statistiken könnten beeindruckender nicht sein, aber die spanische Mannschaft schaffte es seit 2015 nicht mehr auf das Siegerpodest. Das Spiel gegen Vardar ist das 15. Halbfinale in ihrer 22. Champions-League-Saison. Elf Mal (davon viermal in Köln) erreichten sie das Finale und acht Mal gewannen sie den Pokal. Nach dem Europapokal der Meister von 1991 kämpft der FC Barcelona um seine 10. Trophäe.

„Alle vier Teams, die es nach Köln geschafft haben, besitzen einen tollen Kader und es wird ein sehr interessantes EHF FINAL4 in diesem Jahr. Vardar ist extrem gefährlich und ihre aktuelle Situation macht sie noch mehr gefährlich, da es für sie nur um den Stolz geht“, warnte Barcas Mannschaftskapitän Victor Tomas. Sein Trainer Xavier Pascual, im Februar 2019 feierte er sein 10-jähriges Bestehen auf der Barca-Bank und gewann 47 Titel mit dem Verein bislang, kann seinen dritten Titel in der Champions League gewinnen. Das würde ihn gleichsetzen mit Alfred Gislason, der zweimal mit dem THW Kiel und einmal mit dem SC Magdeburg siegte. Handball ist Barcas letzte Hoffnung, eine Champions League Trophäe in dieser Saison zu gewinnen. Denn ihre Basketball- und Fußball-Mannschaften schafften es nicht bis ins Finale.

Ehemalige EHF Champions League Sieger des FC Barcelona:

Victor Tomas Barcelona 2005, 2011, 2015

Aitor Arino, Raul Entrerrios, Gonzalo Perez de Vargas, Cedric Sorhaindo alle Barcelona 2011, 2015

Aron Palmarsson THW Kiel 2010 und 2012

Ludovic Fabregas Montpellier 2018

Ehemalige EHF Champions League Sieger von Vardar Skopje:

Ivan Cupic Kielce 2016, Vardar 2017

Trainer Roberto Parrondo als Spieler 2008, 2009 Ciudad Real

Vuko Borozan, Timur Dibirov, Rogerio Moraes, Igor Karacic, Vlado Nedanovski, Danil Shishkarev, Stojanche Stoilov alle Vardar 2017


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