Thüringer HC bei CSM Bukarest klarer Außenseiter

  • 37
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
  •  
    37
    Shares

Herbert Müller - Thüringer HC - Foto: Hans-Joachim Steinbach
Herbert Müller – Thüringer HC – Foto: Hans-Joachim Steinbach

Handball EHF Champions League, Hauptrunde, letzter Spieltag: Der Thüringer HC reist am Donnerstag um 06:00 Uhr nach Frankfurt und fliegt von dort nach Bukarest. Am Freitag um 18:00 Uhr (Ortszeit) spielt das THC-Team gegen den rumänischen Meister CSM Bukarest.

06.03.2019 – PM THC / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Rückblick: Vor dem Spiel gegen den norwegischen Meister Vipers Kristiansand siegte der Thüringer HC auswärts am 16. Bundesliga-Spieltag in Buxtehude. Der Erfolg war erkämpft, am Ende aber deutlich und verdient. Dieser Sieg war der 200. Bundesliga-Sieg für Herbert und Helfried Müller mit dem Thüringer HC. 200 Siege in 234 Spielen bei nur 26 Niederlagen und 8 Partien endeten Unentschieden. Das ist eine großartige, wohl einmalige Bilanz. In jüngster Bundesliga-Geschichte wurde so der Thüringer HC unter den beiden Müller-Brüdern zum erfolgreichsten Frauen-Handball Club in Deutschland.

Das Abenteuer Handball Champions League neigt sich in dieser Saison dem Ende. Bevor Herbert Müller auf den Rückblick gegen Vipers Kristiansand zu sprechen kam, verteilte er an die Gäste erst einmal Komplimente. „Toll was das norwegische Team da auf die Beine gestellt hat und wie sie in ganz kurzer Zeit gewachsen sind. Sie können immer noch Platz zwei in der Gruppe erreichen und haben dann die Chance auf das FINAL4 in Budapest. Davon kann eine deutsche Mannschaft leider nur träumen.“

Mit der eigenen Mannschaft war er in der ersten Halbzeit einmal wieder gar nicht zufrieden. Schon seit längerer Zeit zeigt sich so beim Thüringer HC eine fehlende Konstanz. Die Mannschaft erreichte im Angriff keine Durchschlagskraft, vergab zu Beginn reihenweise die Chancen, scheiterte immer wieder an Katrine Lunde im Tor oder an Pfosten und Latte.

In der Halbzeit-Pause sprach der Trainer seiner Mannschaft neuen Mut zu. Da kam das THC-Team sogar mal wieder ergebnistechnisch näher, zeigte sich phasenweise auf Augenhöhe. Bei Emily Bölk waren Herbert Müllers Worte auf besonders fruchtbaren Boden gefallen. Sie war in der zweiten Halbzeit wurfstärker und treffsicherer. Die Vipers zu gefährden gelang indes nicht. Sie gewannen am Ende klar und verdient nach einer ausgeglichenen zweiten Halbzeit (12:12).

Überrascht zeigte sich Herbert Müller über die Niederlage Bukarests in Ljubljana. Nun ist sogar Bukarest unter Zugzwang, weil schon bei einem Remis von Vipers gegen Györ nur noch ein dritter Platz in der Gruppe möglich ist. Der würde das Erreichen des FINAL4 erschweren, weil man im Viertelfinale das Rückspiel beim Gegner hat.

Spiel in Bukarest:

Herbert Müller gefällt das nicht, denn jetzt muss Bukarest um jeden Preis gegen den Thüringer HC im abschließenden Spiel gewinnen. Dort will die Müller-Truppe das Abenteuer Champions League mit einem guten Auftritt, mit Freude und Spaß zum Abschluss bringen. „Es ist so schön, gegen die Besten der Welt zu spielen“, sagte Herbert Müller und fordert deshalb von seiner Mannschaft, in der Bundesliga alles zu geben, zehn Spiele in Serie zu gewinnen, um das Ziel Champions League auch in der kommenden Saison zu erreichen.

Das Spiel in Bukarest ist für den THC-Trainer, der in Rumänien geboren ist, eine besondere Reise, eine Reise in die Vergangenheit. „Schön, mal wieder in das Geburtsland zurück zu kehren“, sagte Herbert Müller. Er will sein Team gegen die mit zahlreichen Weltklasse-Stars wie Jovanka Radicevic, Dragana Cjivic oder Andrea Lekic gespickte Mannschaft noch einmal auf ein hohes Level heben, um in der Bundesliga dann gegen die SG BBM Bietigheim den Kampf um die Meisterschaft zu bestehen. Der deutsche Meister ist in Bukarest großer Außenseiter, aber darin liegt auch immer eine Chance. Gerade auswärts, in Györ beim besten Klub der Welt und auch in Budapest trat der Thüringer HC in dieser Saison ganz stark auf. Das sollte auch für Bukarest der Anspruch sein.

Kader:

Bei den Langzeitverletzten gibt es nichts Neues. Es wird das gleiche Team wie zuletzt auch in Budapest spielen.


  • 37
    Shares

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.