Deutschlands Leichtathletik mit Sommermärchen. ARD und Merkel mit Gesichtsverlust

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Gesa Felicitas Krause – Leichtathletik – DLV – Deutscher Leichtathletik-Verband - Leichtathletik EM – Foto: Stefan Freund / DLV
Gesa Felicitas Krause – Leichtathletik – DLV – Deutscher Leichtathletik-Verband – Leichtathletik EM – Foto: Stefan Freund / DLV

Deutschlands Sport konnte nach den Sommermärchen im Fußball von 2006 und 2014 sowie dem Wintermärchen im Handball 2016 ein drittes Sportwunder 2018 bejubeln:

Die deutsche Leichtathletik verzeichnete nach dem peinlichen Auftritt der Fußball-Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft in Russland einen großen Fan-Zuspruch sowie sportlichen und medialen Image-Gewinn bei der Heim-Europameisterschaft im Berliner Olympiastadion. Nur die ARD am Schlusstag und Bundeskanzlerin Angela Merkel mit Abwesenheit sorgten für einen entsprechenden Gesichtsverlust.

Ein Kommentar von SPORT4FINAL-Redakteur Frank Zepp.

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Leichtathletik EM: Deutschland mit fünf Titelverteidigern im Team

13.08.2018 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Nicht nur die Fans im Olympiastadion sondern auch die TV-Zuschauer verspürten den emotionalen Bann der wichtigsten olympischen Kernsportart Leichtathletik. Dabei wurden nicht nur die sechs deutschen Erfolge sondern auch die oftmals hochklassigen Leistungen der europäischen Stars gebührend gefeiert. Die Leichtathletik in Deutschland ist sportlich auf dem richtigen Weg. Mit diesem Erfolg von 19 Medaillen mit 6 x Gold, 7 x Silber und 6 x Bronze und den dahinter stehenden Qualitäts-Leistungen geht der Deutsche Leichtathletik-Verband guten Mutes Richtung Olympia Tokio 2020.

Von den fünf Titelverteidigern aus dem Jahr 2016 – David Storl (Kugelstoßen), Christina Schwanitz (Kugelstoßen), Max Hess (Dreisprung), Cindy Roleder (100 m Hürden) und Gesa Felicitas Krause (3000 m Hindernis) – konnte nur Deutschlands Vorzeige-Athletin Gesa Krause ihren Titel verteidigen. Dies in einer Art und Weise auf den letzten 150 Metern, die schon Extraklasse war, und nach ihrem bitteren Sturz bei der Leichtathletik WM 2017 in London.

Die öffentlich-rechtliche Fernsehanstalt ARD erlaubte sich gar die starke Peinlichkeit, die Siegerehrung für Krause nicht live zu zeigen und ihr einen Istanbul-Krimi vorzuziehen. Dafür wurde Gesa Krause bei Eurosport gebührend gewürdigt. Nur am Rande: Die Kommentatoren-Qualität zeigte sich beim Privatsender höher als bei ARD und ZDF. 

Neben der nun zweifachen Europameisterin gewannen die Speerwerfer Christin Hussong und Thomas Röhler, Arthur Abele im Zehnkampf, Hochspringer Mateusz Przybylko und Weitspringerin Malaika Mihambo. Deutschlands beste Sprinterin Gina Lückenkemper erkämpfte Silber über 100 Meter und in der Staffel mit Lisa-Marie Kwayie, Tatjana Pinto und Rebekka Haase. Diskus-Olympiasieger Christoph Harting sorgte mit dem Scheitern in der Qualifikation für die größte deutsche Enttäuschung.

Für die herausragendsten sportlichen Leistungen waren zwei „Wunder-Kinder“ verantwortlich: Der 18-jährige Schwede Armand Duplantis schaffte während des Krause-Sieglaufes im Stabhochsprung sensationelle 6,05 Meter. Der noch ein Jahr jüngere Norweger Jakob Ingebrigtsen gewann am Freitag und Sonnabend innerhalb von 24 Stunden Gold über 1.500 und 5.000 Meter. Mit seinen diesjährigen Bestzeiten von 3:31,18 min über 1.500 und 3:52,28 min über eine Meile gehört Ingebrigtsen mit 17 Jahren bereits zur absoluten Weltspitze. „Ich bin ein professioneller Läufer seit ich acht, neun, zehn Jahre alt bin“, sagte er. „Ich trainiere, engagiere mich und folge einer guten Struktur – genau wie meine Brüder – von klein auf.“

Die Gretchen-Frage: „Was ich mich frage: Warum war Frau Merkel nicht da?“, sagte Kugelstoßerin Christina Schwanitz im ZDF-Sportstudio. Zum Finale der Fußball WM 2014 in Rio sei sie auch geflogen. „Und jetzt im eigenen Land ist sie nicht da“, meinte Schwanitz weiter. „Da sieht man auch die Wertschätzung.“ Anmerkung der Redaktion: Angela Merkel besuchte sogar zum Essen die Löw-Elf im WM-Trainingslager in Eppan vor der diesjährigen Weltmeisterschaft. Dies zeigt noch deutlicher das Missverhältnis an Anerkennung für andere Sportarten durch die Regierungschefin und ihren Gesichtsverlust!


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