THW Kiel mit Kantersieg beim SC DHfK Leipzig

SC DHfK Leipzig - Handball Bundesliga Saison 2021-2022 - Copyright: Marco Warmuth Fotografie / SC DHfK Leipzig
SC DHfK Leipzig – Handball Bundesliga Saison 2021-2022 – Copyright: Marco Warmuth Fotografie / SC DHfK Leipzig

Handball Bundesliga Männer: SC DHfK Leipzig vs. THW Kiel.

Der THW Kiel bezwang nach ausgeglichener erster Halbzeit Gastgeber SC DHfK Leipzig mit 31:20 (13:14) Toren. Dabei sorgte ein Kieler 9:0-Lauf in der Viertelstunde nach der Pause für die Vorentscheidung. Das Leipziger Team brach völlig auseinander und erzielte nur 6 Treffer in der zweiten Hälfte.

Welt-Handballer Niklas Landin

Handball Bundesliga: SC DHfK Leipzig empfängt THW Kiel

THW Kiel - Handball Bundesliga und EHF Champions League Saison 2021/2022 - Copyright: HBL / THW Kiel
THW Kiel – Handball Bundesliga und EHF Champions League Saison 2021/2022 – Copyright: HBL / THW Kiel

05.05.2022SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball Bundesliga Männer, 29. Spieltag: Eine erste Halbzeit auf Augenhöhe zwischen „Herausforderer“ SC DHfK Leipzig und Titelverteidiger THW Kiel. Die Leipziger hatten den besseren Start und führten mit drei Treffern. Aber Kiels Reinkind bekam das Haber-Team nie in den Griff. Der frisch gebackene DHB Pokalsieger stabilisierte sich und ging zweimal in der Crunchtime in Führung, ohne zu glänzen und bislang alles in die Waagschale zu werfen.

Aber Leipzig konterte und lag zur Pause mit einem Tor verdient in Führung, weil die Abwehr kompakt stand. Beide Torhüter, Saeveras und Landin, wurden in der Schlussphase ausgewechselt. Wurfeffizienz 66:64 Prozent. Torhüter 3:2 Paraden (19:13 Prozent). Gegenstoß-Tore 1:2. Zeitstrafen 1:1. Technische Fehler 6:3. Beste Torschützen: Jotic 3, Ivic 3 – Reinkind 5, Ekberg 3, Pekeler 2. 

Der SC DHfK Leipzig brach als Team die ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit völlig auseinader und „produzierte“ technische, teils unerzwungene Fehler. Der THW Kiel übernahm die 100-ige Match-Kontrolle und agierte aus sicherer Deckung mit Torhüter Landin sowie mit 7:6-Angriffen in voller Sieg-Überzeugung. Eine Machtdemonstration des Titelverteidigers bis zum Abpfiff. Der SC DHfK Leipzig kassierte die dritte Niederlage in Folge nach den Rhein-Neckar Löwen und TVB Stuttgart. Wurfeffizienz 53:69 Prozent. Torhüter 5:8 Paraden (14:28 Prozent). Gegenstoß-Tore 1:5. Zeitstrafen 1:2. Technische Fehler 12:5.

Stimmen:

Filip Jicha: „Wir haben sehr gut gespielt. Das 7:6 ist in der zweiten Halbzeit aufgegangen. Wir hatten schon vor der Pause sehr gut verteidigt. Als Trainer mag ich das 7:6,  aber als Spieler und Fan nicht. Für uns geht es nun mit Paris und Flensburg normal weiter. Diese drei Spiele wollen die Jungs unbedingt gewinnen. Aber es wird schwer.“

Alen Milosevic: „Ich bin sprachlos. Eine fantastische erste Halbzeit. Mit 6 Toren in einer Hälfte gewinnt man gegen keine Mannschaft. Nach dieser ersten Halbzeit spielten wir sehr fehlerhaft. Dann bis du weit weg. Wir müssen daran arbeiten, was schief läuft. Platz 5 ist noch in Reichweite. Es kann noch viel passieren.“

Stimmen Pressekonferenz:

Filip Jicha (Trainer THW Kiel): „Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel heute gewonnen haben. Ich bin zufrieden mit dem Spielverlauf. Beide Mannschaften haben in der ersten Halbzeit qualitativ sehr guten Handball gespielt. Jedoch haben wir zum Ende der ersten Halbzeit zwei Chancen verhauen, wodurch wir dann mit Rückstand und einem unguten Gefühl in die Kabine gehen mussten. Deswegen bin ich froh, dass unsere Sieben-gegen-Sechs-Taktik in der zweiten Halbzeit mit solch einer Effizienz aufgegangen ist. Wir brauchten jedes Tor. Ich bin über die Leistung meiner Jungs froh. An dieser Stelle möchte ich noch Andre und seinem Team alles Gute wünschen. Wir sehen uns in der nächsten Saison.“

Andre Haber (Trainer SC DHfK Leipzig): „Glückwunsch an Filip und dem THW Kiel zu dem verdienten Sieg! Wir haben in der zweiten Halbzeit eine schallende Ohrfeige von dem amtierenden Meister und Pokalsieger bekommen. Wir sind absolut verantwortlich dafür, wie leicht wir Bälle her gegeben haben und wie leicht wir es dem THW Kiel gemacht haben. All das, was wir in der ersten Halbzeit so gut gemacht haben – von Minute eins Kiel eben nicht locker ins Spiel kommen zu lassen, selbst präsent sein, selbst in Führung zu gehen – all das habe ich in der zweiten Halbzeit vermisst. Wir sind heute umgefallen und liegen geblieben. Das darf nicht unsere Art sein und ist es normalerweise auch nicht. Ich glaube, dass ich noch nie zwei so unterschiedliche Halbzeiten unserer Mannschaft erlebt habe.“

Statistik Handball Bundesliga, 05.05.2022, 19:05 Uhr:

SC DHfK Leipzig vs. THW Kiel 20:31 (14:13)

Man / Player of the Match: Niclas Ekberg (THW Kiel)

Beste Torschützen: Ekberg 9/10, Reinkind 6/7, Ivic 5/8, Krzikalla 4/5, Jotic 4/5

Spielfilm: 1:0 Binder (4.), 2:0 Krzikalla (4. – TGS), 2:1 Ekberg (5. – 7/6), 3:1 Milosevic (6.), 4:1 Witzke (7.), 4:2 Duvnjak (7.), 4:3 Reinkind (9. – TGS), 4:4 Reinkind (11.), 5:4 Ivic (11.), 5:5 Reinkind (13.), 6:5 Witzke (14.), 6:6 Reinkind (14. – 2.W.), Auszeit Leipzig (14.), 7:6 Sunnefeldt (15.), 7:7 Reinkind (16.), 8:7 Krzikalla (19.), 8:8 Zarabec (20.), 9:8 Milosevic (20.), 9:9 Pekeler (20. – 2.W.), 10:9 Ivic (21. – 5/5), 10:10 Ekberg (22. – 7m – 5/5), 11:10 Ivic (23. – ÜBZ), 11:11 Ekberg (24. – 7m), 11:12 Pekeler (24.), 12:12 Mamic (25.), 12:13 Wiencek (27.), Auszeit Kiel (28.), 13:13 Jotic (29.), 14:13 Jotic (30. – Unterarm-Hüftwurf), 14:13 (HZ) – 15:14 (32.), 15:15 (33.), 15:16 Weinhold (34.), Auszeit Leipzig (34.), 15:17 Landin (35. – 7/6), 15:18 Zarabec (36. – 7/6), 15:19 Ekberg (39. – 7m), Auszeit Leipzig (39.), 15:20 Landin (40. – 7/6), 15:21 Reinkind (43. – UNZ – Zsp), 15:22 Ekberg (45. – 7/6), 15:23 Ekberg (46. – leeres Tor), 0:9-Lauf Kiel, 16:23 Ivic (47. – 7m), DHfK-Tor nach 15 Minuten, Auszeit Kiel (48.), 16:24 Ekberg (48. – 7/6), 17:25 (50.), 17:26 Landin (52. – TGS – leeres Tor), 17:27 Zarabec (55.), 17:28 Ehrig (55. – TGS), 18:28 Krzikalla (56.), 19:28 Krzikalla (57.), 19:29 Bylik (58.), 19:30 (59. – TGS), 19:31 Ehrig (60.), 20:31 Binder (60.), 20:31 (EST)  

Zuschauer: 4.047

Schiedsrichter: Mirko Krag und Marcus Hurst

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