Handball EM 2022 Test: Deutschland unterlag Niederlande deutlich

Handball EM 2022 - Deutschland - DHB - Frauen Team - Foto: Marco Wolf / DHB
Handball EM 2022 – Deutschland – DHB – Frauen Team – Foto: Marco Wolf / DHB

Handball EM 2022 EHF EURO Testspiel: Team Niederlande gewann das Freundschaftsspiel gegen Deutschland mit 24:18 Toren.

Zur Halbzeit führte das Team von Bundestrainer Per Johansson mit 13:5. Der niederländische Sieg war in der zweiten Halbzeit nie in Gefahr.

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Handball EM 2022 Test Deutschland unterlag Niederlande - Bo van Wetering - Copyright: Edwin Verheul / NHV
Handball EM 2022 Test Deutschland unterlag Niederlande – Bo van Wetering – Copyright: Edwin Verheul / NHV

24.04.2022PM NHV / SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2022 EHF EURO Testspiel: Angela Malestein erzielte das erste Tor des Spiels aus der rechten Ecke nach einem schönen Pass von Dione Housheer. Das zweite Tor von Angela Malestein sorgte für das 3:0. Nach mehr als fünf Minuten Spielzeit war es Xenia Smits, die erstmals für Deutschland traf. Den Anschlusstreffer erzielte Alina Grijseels mit zwei markanten Siebenmetern.

Es begann eine Zeit der Unkonzentriertheiten. Beide Mannschaften machten im Angriff Fehler. Dione Housheer traf zum 6:3. Xenia Smits erzielte ihr zweites Tor des Nachmittags. Mit einem harten Siebenmeter sorgte Angela Malestein Mitte der ersten Halbzeit für das 7:4. Unmittelbar danach traf Malestein erneut genau, diesmal aus der rechten Ecke. Auf beiden Seiten gelang es den Mannschaften dann fünf Minuten lang nicht, den Ballbesitz in ein Tor umzuwandeln.

Nikita van der Vliet brach den Bann und traf das Tor. Das zehnte Tor der Niederlande erzielte Laura van der Heijden, die durch die deutsche Deckung gut lief. Dank gutem Torwartspiel von Yara ten Holte und starker Deckung hielten die Orange-Damen den Gegner lange vom Torerfolg fern. Die Mannschaft von Bundestrainer Per Johansson erzielte weiterhin Tore. Kelly Vollebregt, Angela Malestein und Inger Smits trafen. Nach sechzehn Minuten war es endlich wieder ein Treffer für Deutschland durch Mia Zschocke. Dies war das letzte Tor vor der Halbzeit. Die Mannschaften gingen mit einem 13:5-Ergebnis zugunsten der Niederlande in die Umkleidekabine.

Nach der Pause waren es Alina Grijseels und Luisa Schulze, die den Rückstand für Deutschland verkürzten. Bo van Wetering und Dione Housheer sorgten für Ordnung für die Niederlande und erneut für eine Differenz von acht Toren: 15:7. Da die Niederlande mit sieben Spielerinnen im Angriff spielen würden, blieb das Tor leer. Antje Lauenroth nutzte das aus und traf ins Schwarze. Luisa Schulze traf ebenfalls ins Netz: 16:10. Die Aufbauspielerinnen Kelly Dulfer und Larissa Nüsser (2mal) krönten ihre schönen Aktionen mit einem Tor. Maren Weigel und Alina Grijseels trafen für Deutschland: 19:12.

Zehn Minuten vor Schluss schloss Bo van Wetering erfolgreich ab, nachdem der Ball gut in der Deckung abgefangen wurde. Der Gegner fand wenig Platz in der holländischen Abwehr. Durch zwei Tore von Maren Weigel verkürzte sich der Rückstand auf sechs Tore: 20:14. Laura van der Heijden führte ihre Gegnerin in die Irre und traf das Tor.

Mit drei Toren in Folge übernahmen die Niederlande in den letzten Minuten die Initiative zurück ins Spiel. Larissa Nüsser, Bo van Wetering und Laura van der Heijden konnten für die Orange-Damen abrunden: 24:16. Die letzten beiden Tore des Spiels waren für Deutschland. Alina Grijseels erzielte einen Siebenmeter-Treffer und Lisa Antl überwand Tess Wester aus dem Kreis. Der Endstand stand somit bei 24:18. Das junge Talent Kim Molenaar gab ihr Debüt.

Stimmen (Quelle: DHB.de):

DHB Bundestrainer Markus Gaugisch: Auf der anderen Seite ist es gut, die Gegnerinnen bei 24 zu halten. Da haben die Niederlande gegen unsere stehende Formation Schwierigkeiten gehabt. Natürlich haben wir vor allem in der ersten Halbzeit zu viele freie Chancen hergegeben, dann einen unorganisierten Rückzug spielen müssen, was sie ausgenutzt haben. Man sieht, dass sie uns voraus sind was Tempo, Druck und das Passspiel angeht. Nichtsdestotrotz haben wir vorne gut über den Kreis gespielt und konnten uns einige Situationen raus nehmen. Insgesamt war Holland aber deutlich besser und für uns war es ein lehrreiches Spiel. Wir werden das Spiel gemeinsam anschauen. Es war vor allem auch zu sehen, dass wir einfache Standardwürfe hergegeben haben. Da muss jede einzelne an ihrer Wurfqualität arbeiten und es ist die Aufgabe, dass jede für sich individuell besser wird. Wir als Trainerteam wollen unterstützen und sie begleiten in ihrer Bundesligasaison und werden dann sehen, wie wir dann weitermachen.

Deutschlands Kapitänin Alina Grijseels: Wir verschlafen die erste Halbzeit ein bisschen, machen zu viele technische Fehler und verwerfen viele freie Chancen. Dann kriegen wir schnelle Gegenstoß-Tore aus der ersten und zweiten Welle. Dadurch verunsichern wir uns ein bisschen selbst. Gegen den stehenden Angriff steht unsere Abwehr ganz gut. Und ich glaube auch, 24 Gegentore sind vollkommen im Rahmen, damit können wir sehr zufrieden sein. Mit der Angriffsleistung nicht unbedingt, vor allem was den Abschluss angeht. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Halbzeit verwerfen wir zu viele freie Chancen. Die müssen wir besser verwerten und dann sieht das Ergebnis auch anders aus. Wir werden uns das Spiel von heute alle noch mal ansehen. Markus schickt uns individuelle Szenen und Videos. Dann ist ein bisschen Urlaub angesagt, weg vom Handball, um den Kopf frei zu kriegen. So können wir dann im September wieder Vollgas geben und im nächsten Lehrgang sofort an dem anknüpfen, was wir uns jetzt in der kurzen Woche erarbeiten konnten. So viel Zeit ist dann ja auch gar nicht mehr bis zur Handball EM.

Statistik:

Niederlande vs. Deutschland 24:18 (13:5)

Niederlande: Laura van der Heijden (3), Larissa Nüsser (3), Bo van Wetering (6), Tamara Haggerty, Kelly Dulfer (1), Merel Freriks (1), Inger Smits (1), Angela Malestein (5) , Nikita van der Vliet (1), Kim Molenaar, Kelly Vollebregt (1), Tess Wester, Yara ten Holte, Tessa van Zijl, Harma van Kreij, Dione Housheer (2).

Deutschland: Isabell Roch, Sarah Wachter, Alina Grijseels (6), Leatitia Quist, Lisa Antl (1), Xenia Smits (2), Silje Brøns Petersen, Mia Zschocke (1), Maike Schirmer (1), Maren Weigel (3), Malina Marie Michalczik, Julia Maidhof, Antje Lauenroth (1), Jenny Behrend, Luisa Schulze (3), Isabell Hurst, Johanna Stockschläder.

Schiedsrichter: Ruud Geraets (NED) / Paul Geraets (NED)

Strafminuten: 6′ – 4′ (Kelly Dulfer 2′, Dione Housheer 2′, Bo van Wetering 2′ – Grijseels 2′, Smits 2′)

Strafwürfe: 4/8 – 4/4

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