Handball EM 2020 Halbfinale: Norwegen schlug Dänemark

Handball EM 2020 - Kader Dänemark - Copyright: DHF
Handball EM 2020 – Kader Dänemark – Copyright: DHF

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, 2. Halbfinale, Norwegen vs. Dänemark:

Top-Favorit Norwegen zog durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit mit einem 27:24 (10:13) Erfolg über Dänemark ins Finale der Handball Europameisterschaft ein. Gegner im Finale am Sonntag ist Titelverteidiger Frankreich.

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Handball WM 2019 - Team Norwegen - Copyright: Svein A. Svendsen / NHF
Handball WM 2019 – Team Norwegen – Copyright: Svein A. Svendsen / NHF

18.12.2020 – SPORT4FINAL / Frank Zepp:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, Handball Europameisterschaft, 2. Halbfinale:

Dänemark mit dem auf den Gegner besser abgestimmten Matchplan beherrschte in der Abwehrschlacht den Top-Favoriten des Turniers Norwegen. Oder anders ausgedrückt: Der EURO-Gastgeber besaß die schnellfüßigere und alternativ agierende Deckung mit der besseren Torhüterin Toft (8 Paraden – 44 Prozent). Selbst der dänische Angriff wirkte vertikaler und konzentrierter in der Vorbereitung der Abschlusshandlungen. Dänemark legte Mitte der Hälfte einen „Zwischenspurt“ ein und zog auf vier Treffer davon.

Norwegen machte unerklärliche technische Fehler und wurde durch Dänemark nicht in das gefürchtete Gegenstoßspiel von erster bis dritter Welle gelassen. Der norwegische Rückraum mit Spielmacherin Oftedal suchte die Erfolgs-Struktur und Lücken im dänischen Abwehrverbund. Bislang konnte vor allem das Team von Chefcoach Hergeirrson noch nicht an die bislang gezeigten EM-Leistungen anknüpfen. Der Gastgeber machte da weiter, wo er gegen Russland aufhörte: Sich Schritt für einen Vorsprung erarbeiten und vergrößern. Reicht das zum Sieg gegen Norwegen und Einzug ins Finale?

Klares Nein. Norwegen schaffte in den ersten zehn Minuten den turnaround über eine stärkere, weil aggressivere Abwehr. Dänemark machte einige technische Fehler im Angriff. Zudem kam Lunde ins norwegische Tor und parierte in wichtigen Situationen freie Bälle der dänischen Mannschaft, der aber auch Würfe am Tor vorbei passierten. Dänemark konnte Mitte der Hälfte nochmals ein Gleichgewicht erzielen.

In der Crunchtime entschied die norwegische Offensivkraft die Begegnung gegen den Gastgeber, bei dem die Abstimmung in der Deckung nicht mehr so gut funktionierte. Dänemark schnupperte an der Sensation. Favorit Norwegen, der nicht zur optimalen Leistung gelangte, wankte – fiel aber nicht und zog am Ende relativ sicher ins Finale der EHF EURO gegen Titelverteidiger Frankreich ein.

Stimmen:

Mette Tranborg: „Es war ein hartes Match. Wir machten zu viele Fehler und Fehlwürfe in der zweiten Halbzeit. Sie gewannen über ihre Defense das Match – zumindest nach der Pause.“

Sanna Solberg: „Wir sind glücklich, im Finale zu sein und haben ganz hart dafür gearbeitet. Wir starteten aggressiver in der Defense nach der Pause und hatten mehr Kontakt und gute Würfe im Angriff.“

Thorir Hergeirsson: „Es war ein guter Kampf mit einer guten dänischen Mannschaft. Wir freuen uns, im Finale zu stehen. Es war eine Geschichte von zwei verschiedenen Hälften. Im ersten Teil des Spiels spielte Dänemark sehr gut in der Abwehr, sie waren sehr gut organisiert und hatten eine sehr gute Torhüterin. Wir haben das Spiel in der Pause geändert, wir waren wir selbst, die Verteidigung war immer besser, Katrine Lunde war sehr gut im Tor. Ich freue mich, jetzt freuen wir uns auf das Finale. Ich bin stolz darauf, dieses Team trainieren zu können. Es ist nicht offensichtlich, dass man einen solchen Job haben kann. Ich bin bescheiden und stolz auf diese Verantwortung und arbeite gerne mit diesen Spielern und den Mitarbeitern zusammen.“

Nora Mörk: „Ich denke, Dänemark war ein wirklich schwieriger Gegner. Wir wussten, dass es ein physisches Spiel werden würde. Die erste Halbzeit war sehr hart für uns. Ich weiß nicht, ob Dänemark uns schlecht spielen ließ oder wir nervös waren. Es bedeutet sehr viel, wieder im Finale zu sein, und ich bin einfach stolz, wieder Teil des Teams zu sein und das Finale zu spielen. Der Teamgeist ist hoch, es war das gesamte Team, das das Halbfinale gewonnen hat, nicht ein einzelner Spieler.“

Jesper Jensen: „Zuerst müssen wir Norwegen zum Sieg und zum Ticket für das Finale gratulieren. Ich denke, besonders ihre Leistung in der zweiten Halbzeit hat gezeigt, was für eine großartige Mannschaft sie sind. Natürlich machten wir einige Fehler, über die wir ein bisschen enttäuscht sind. Aber wir müssen auch bedenken, dass sie zu den besten Spielern der Welt gehören und 150 Länderspiele zusammen gespielt haben. Also haben sie natürlich viel Erfahrung in ihrem Rucksack, um ein Spiel wie dieses zu gewinnen. Unter diesen Bedingungen sind wir vielleicht etwas unerfahren. Aber ich bin immer noch stolz auf mein Team. Alle reden derzeit über Norwegen als die beste Mannschaft der Welt. Wir haben sie bis zu den letzten zwei, drei Minuten zu einem ausgeglichenen Spiel gebracht. Ich bin enttäuscht, aber immer noch stolz auf die Mannschaft.“

Statistik:

Handball EM 2020 Frauen EHF EURO Dänemark, 2. Halbfinale, Herning, 20:30 Uhr

Norwegen vs. Dänemark 27:24 (10:13)

Spielfilm: 

1:0 (3. – Oftedal), 1:1 (4. – Bidstrup 7m), 2:1 (5. – Skogrand), 2:2 (7. – Bidstrup), 2:3 (9. – UnZ), 3:3 (9. – Aune ÜbZ), 3:4 (10. – Burgaard), 3:5 (13. – Haugsted), 4:5 (13. – Mörk), 4:6 (13. – Ostergaard), 5:6 (15. – Mörk 7m), 5:7 (15. – Bidstrup), 5:8 (16. – Heindahl), 6:8 (17. – Mörk 7m), 6:9 (18. – Hojlund), 6:10 (19. – Haugsted), Auszeit Norwegen (19.), 7:10 (19. – Mörk 7m), 8:10 (21. – Mörk TGS), Dänemark 1 min zu Viert (21.), 8:11 (22. – Hansen 2UnZ), Auszeit Dänemark (23.), Doppelparade Toft (24.), 8:12 (26. – Hansen), Hansen 7m am Tor vorbei (27.), 9:12 (30. – Herrem), 9:13 (30. – Pedersen), 10:13 (30. – Kristiansen), 10:13 (HZ)  –  10:14 (31. – Bidstrup TGS), 11:14 (32. – Brattset), 12:14 (34. – Kristiansen 2W), 13:14 (34. – Herrem), 14:14 (36. – Oftedal), 14:15 (37. – Heindahl), 15:15 (38. – Brattset), 16:15 (39 – Oftedal), 16:16 (39. – Jörgensen), 17:16 (40. – Mörk), 17:17 (40. – Ostergaard), 17:18 (41 – Iversen), 18:18 (41. – Skogrand), 18:19 (43. – Iversen), 19:19 (43. – Brattset), 19:20 (43. – Bidstrup), 20:20 (46. – Solberg), 21:20 (49. – Reistad), 21:21 (49. – Pedersen), 22:21 (50. – Frafjord), 23:21 (51. – Reistad), 23:22 (52. – Haugsted 2W), 24:22 (52. – Solberg), Auszeit Dänemark (52.), 25:22 (53. – Reistad), Auszeit Dänemark (55.), Auszeit Norwegen (55.), 26:22 (55. – Brattset), 27:22 (57. – Oftedal), 27:23 (58. – Ostergaard), Auszeit Norwegen (59.), 27:24 (EST)

Woman of the Match: Kari Brattset Dale (Norwegen)

Beste Torschützinnen: Mörk 6/9, Brattset Dale 4/5, Oftedal 4/8 – Bidstrup 7/9, Ostergaard 3/4, Haugsted 3/6, Tranborg 0/4

Wurfeffizienz: 59:49 Prozent (1. HZ: 45:54 Prozent)

Torhüterinnen: 11:12 Paraden (31:31 Prozent) (1. HZ: 6:8 Paraden – 32:44 Prozent).

Gegenstoß-Tore: 0:3  (1. HZ: 0:1)

Technische Fehler: 12:9  (1. HZ: 6:2)

Strafminuten: 2:6  (1. HZ: 2:6)

Zuschauer: 0 in Jyske Bank Boxen Herning   

Schiedsrichter: Cristina Nastase und Simona-Raluca Stancu (Rumänien)

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