Baku 2015 Europaspiele: Gold für Maxine Wolters. Super Schwimm-Bilanz

Baku 2015: Achim Jedamsky, verantwortlicher Trainer der deutschen Nachwuchsschimmer: „Bei den Mädchen könnten es Einzelne nach Rio schaffen, wie zum Beispiel Maxine Wolters oder Leonie Kullmann. Aber die Umstände müssen dafür passen und sind wichtig: Das Umfeld muss stimmen, die Schule darf nicht zu kurz kommen und sie müssen von Verletzungen verschont bleiben.“

Baku 2015 Europaspiele: Gold für Maxine Wolters. Super Schwimm-Bilanz - Foto: DOSB
Baku 2015 Europaspiele: Gold für Maxine Wolters. Super Schwimm-Bilanz – Foto: DOSB

Baku 2015 Europaspiele – Baku 2015 European Games

27.06.2015 – DOSB / SPORT4Final / Frank Zepp:

Schwimmerin Maxine Wolters (SG Bille/16 Jahre alt) sagte nach dem Gewinn der Goldmedaille über 200 Meter Lagen bei den 1. Europaspielen in Baku, die im Schwimmen zugleich als U19-EM ausgetragen worden sind (sie hatte zuvor schon Silber über 200 Meter Rücken und Bronze mit der Lagenstaffel gewonnen):

„Am Anfang war es hart nach den vielen Rennen hier. Ich hatte schon Sorge, weil ausgerechnet meine Hauptstrecke für den letzten Wettkampftag angesetzt gewesen ist. Aber dann habe ich gesehen, dass ich vorne liege und es ging immer besser. Jetzt habe ich einen kompletten Medaillensatz nach Bronze in der Mixed-Lagenstaffel und Silber über 200 Rücken – das ist cool. Ich möchte mich bei meinen Eltern und meinen Freunden für die Unterstützung bedanken.“

Achim Jedamsky, verantwortlicher Trainer der deutschen Nachwuchsschimmer bei den 1. Europaspielen in Baku, sagte nach Abschluss der Wettkämpfe mit 13 Medaillen (3 Gold, 4 Silber, 6 Bronze):

„Die Gruppe hat sich sehr ordentlich präsentiert. Bei 30 jungen Athletinnen und Athleten gibt es immer Höhen und Tiefen, aber wir hatten zahlreiche persönliche Bestzeiten, und vor allem die Leistungsträger haben sich dann auch häufiger einmal beim Kampf um die Medaillen durchgesetzt und den Grundstock für die Staffeln gelegt. Sehr erfreulich ist, dass wir im europäischen Vergleich hinter den dominierenden Russen und den Briten auf Platz drei liegen. Das war das erste Mal, dass diese Generation in ein derartig großes Ereignis eingebunden war, es ist eine gute Erfahrung für die Mädchen und Jungen gewesen. Für die Jungen dürfte eher Tokio 2020 langfristig im Blick sein, während es bei den Mädchen schon einzelne gibt, die es unter Umständen nach Rio schaffen könnten, wie zum Beispiel Maxine Wolters oder Leonie Kullmann. Aber die Umstände müssen dafür passen und sind wichtig: Das Umfeld muss stimmen, die Schule darf nicht zu kurz kommen und sie müssen von Verletzungen verschont bleiben.“

Judoka Luise Malzahn (SV Halle/Saale) sagte nach dem Gewinn der Silbermedaille in der Gewichtsklasse bis 78 kg bei den 1. Europaspielen in Baku, die im Judo zugleich als EM ausgetragen worden sind:

„Ich bin happy mit Silber. Ich habe mir vor dem Wettkampf vorgenommen, dass ich diesmal nicht um Bronze kämpfen möchte, weil ich die letzten drei Male den Kampf um Bronze verloren habe und unbedingt ins Finale wollte. Ich hatte eine harte Vorrunde, und dass ich jetzt am Ende des Tages im Finale stand und mit Silber nach Hause gehe, macht mich super zufrieden. Das macht Lust auf mehr.“

„Ich habe intensiver an meiner individuellen Kampfkonzeption gearbeitet und bin auch im Oberkörper stabiler geworden, traue mir auch selber mehr zu. Ich glaube, dass hat man heute gesehen. Ich bin sehr froh, dass ich dabei sein durfte. Ein tolles Team ist hier um uns herum, wir werden super umsorgt. Es ist auf jeden Fall eine Reise wert gewesen.“

„Das ist ein super Motivationsschub für mich. Die, die heute hier gekämpft haben auf der Matte, werde ich auch garantiert in Rio sehen, wenn ich die Quali schaffe. Ich freue mich, dass ich sie hier schlagen konnte – fast alle. Das macht mich natürlich sehr optimistisch fürs nächste Jahr.“

„Gegen die Finalgegnerin (Marhinde Verkerk/Niederlande) habe ich vor knapp vier Wochen schon einmal gekämpft, bei den World Masters. Da habe ich um Bronze gewonnen. Diesmal hat sie sich ganz gut auf mich eingestellt, hat mich mit meiner rechten Hand blockiert, so dass ich nicht so gut an sie herankam. Das hat sie gut gemacht. Wir wechseln uns anscheinend immer ab, und deswegen hoffe ich, dass wir uns bei der WM wiedersehen.“

Judoka Jasmin Külbs (1. JC Zweibrücken, EM-Dritte von 2014) sagte nach dem Gewinn der Silbermedaille in der Gewichtsklasse über 78 kg bei den 1. Europaspielen in Baku:

„Ich bin noch nicht so richtig glücklich über Silber. Aber wenn sich das mal gesetzt hat, kann ich mich auch noch ein bisschen mehr darüber freuen. Es war ein guter Kampf, wir hatten beide die Chance, das Ding zu gewinnen. Ich habe zehn Sekunden, bevor sie den entscheidenden Wurf gemacht hat, selbst angesetzt. Es hätte genauso gut da zu Ende gehen können. Für mich war ganz klar: Ich fahre nicht hierher, um mal da gewesen zu sein, sondern um eine Medaille zu holen. Ich bin letztes Jahr Dritte geworden, den Anspruch hatte ich jetzt auch. Ich wollte mindestens aufs Treppchen. Heute war der Tag bis zum Finale fast perfekt. Es war ein langer, harter Tag. Ich habe es geschafft, den ganzen Tag den Fokus auf den Wettkampf zu richten. Zum Schluss mit Silber nach Hause zu gehen, ist trotzdem alles in allem für mich ein Superergebnis.“

„Es hat für uns hier eine unterschiedliche Wertigkeit. Die Europaspiele in Baku, verbunden mit der Europameisterschaft, passen eigentlich gar nicht so in den Jahresplan. Mir ist die Medaille der Vize-Europameisterin schon mehr wert, weil das auch Punkte für die Olympia-Quali bringt. Aber natürlich war es ein Super-Erlebnis, hier zu sein und hier zu kämpfen. Es ist schon was Besonderes, mal Olympische Spiele in klein mitgemacht zu haben.“

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